Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Jörg Schubel liebt seine Jagdhunde, und er ist stolz auf sie. Die Aufzucht und das Training der Tiere ist für ihn mehr als nur ein Job. Das wissen auch Jäger zu schätzen, die die Tiere des Züchters gern zur Jagd verwenden.

Zucht
Schweißhunde vom Oelsetal

Eine Einheit: Schweißhundezüchter Jörg Schubel aus Oelsen mit Ayla und Amboss vom Oelsetal.
Eine Einheit: Schweißhundezüchter Jörg Schubel aus Oelsen mit Ayla und Amboss vom Oelsetal. © Foto: Jörg Kühl
Jörg Kühl / 20.04.2019, 12:00 Uhr
Oelsen (MOZ) Als Jörg Schubel sich dem Tor des geräumigen Freiluft-Zwingers nähert, drehen Ayla und Amboss vom Oelsetal auf: Die beiden Hannoverschen Schweißhunde sind in diesem Moment Freude pur. Voller Neugier  beschnuppern sie den Gast von oben bis unten. Dann jagen beide über ein nahe gelegenes Feld, toben sich aus.

Jörg Schubel liebt seine Hunde, und er ist stolz auf sie. Die Symbiose von Hund und Mensch: Bei dem Dreiergespann in Oelsen ist das deutlich zu spüren. Seit seinen Jugendtagen hat Schubel mit Hunden zu tun, schließlich züchteten bereits seine Eltern in Beeskow Rauhaar-Teckel. "Mit 16 habe ich den ersten Teckel zur Jagdeignungsprüfung geführt", erzählt der Oelsener: Was ihn an der Hundezucht, wie auch an deren Ausbildung fasziniert: "Es entsteht ein richtiges Team-Feeling zwischen Mensch und Tier." Das bedarf keiner Worte. "Das meiste ist reine Körpersprache."

Jörg Schubel hat ursprünglich ein ganz anderes Metier erlernt. Nach der Schule lernt der 1965 Geborene den Beruf des Binnenfischers. Bis 1990 arbeitet er als Fischwirt. Mit dem Zusammenbruch der DDR und der Öffnung der Märkte  verliert die Fischzucht an wirtschaftlicher Bedeutung. Schubel entdeckt eine Stellenanzeige des Bundesgrenzschutzes. Hundeführer werden gesucht: Ein gefundenes Fressen für den Mann, der immer schon gut mit Hunden konnte. Nach einer Ausbildung zum Hundeführer arbeitet er zwei Jahrzehnte lang in seinem Beruf, der immer auch ein Stück Berufung war. 2014 scheidet er aus familiären Gründen aus dem aktiven Dienst aus. Schon während seiner Zeit beim Bundesgrenzschutz führt Schubel neben seinem Diensthund Jagdhunde: Deutsch-Kurzhaar, Teckel und Schwarzwildbracken. Seit 1996 züchtet er Hannoversche Schweißhunde, wie Ayla und Amboss. Einmal im Jahr wird Ayla gedeckt, um ihre ausgewogenen Eigenschaften weiterzureichen. Amboss, ihrem Bruder, werden regelmäßig Hündinnen zum Decken zugeführt.

Mit 16 Hund zur Prüfung geführt

Schubel veräußert seine Welpen ausschließlich an erfahrene und  zuverlässige Käufer, meistens Jäger. Die feinen Nasen der Tiere eignen sich bestens zur Nachsuche, also zum Aufspüren verletzten Wildes im Wald. Das Blut des Wildes heißt in der Jägersprache "Schweiß", daher die Rassebezeichnung. Angeschossene oder angefahrene Tiere schnell zu finden, um sie von ihrem Leiden zu erlösen, hält Schubel, der mit 18 den Jagdschein machte, für ein waidmännisches, und damit ethisches Gebot.

Schweißhunde sind seit der aufwändigen Suche nach dem vermissten Schülerin Rebecca in das öffentliche Bewusstsein gerückt, weil sie zur Absuche von Waldstücken und Autobahnabfahrten eingesetzt werden. Schweißhunde könnten dazu durchaus herangezogen werden, weiß der Züchter. "Es kommt darauf an, für welche Aufgaben man die Hunde trainiert."

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG