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Holzstapel in Erkner in der Nacht zu Donnerstag angezündet. Am Freitag haben Vereinsmitglieder ihn neu aufgeschichtet.

Osterfeuer
"Biber" trotzen Brandstiftern

Annemarie Diehr / 20.04.2019, 12:00 Uhr
Erkner (MOZ, Joachim Eggers) Frisches Holz umschließt die verkohlten Reste: Enrico Bathke und Manfred Kamphus tragen den letzten Kiefernstamm über die Liegewiese im Strandbad Erkner, lehnen ihn gegen die übrigen Hölzer von Birke und Robinie. "Wir lassen uns nicht unterkriegen. Das hat uns nur motiviert, noch mehr zu geben", sagt Bathke. So viele Helfer – 30 an der Zahl – hätte es beim Aufschichten des Osterfeuers für das Spreetreiben noch nie gegeben. Die "Biber" mussten im Vorfeld der 22. Ausgabe des Spektakels gleich zweimal ran: In der Nacht zum Donnerstag ging der am Vortag aufgeschichtete Holzstapel für das Osterfeuer in Flammen auf.

Anderthalb Stunden löschen

"All die Jahre ist es immer liegen geblieben", sagt Enrico Bathke, der Vorsitzende des Tauchsportvereins "Biber". In der Nacht zum Donnerstag war das anders. Der Alarm, sagte Stadtbrandmeister Frank May, kam von der Polizei. Um 2 Uhr in der Nacht. Die Feuerwehr rückte mit zwei Fahrzeugen und etwa zwölf Einsatzkräften an, berichtete Wehrführer Frank May. Etwa anderthalb Stunden habe es alles in allem gedauert, den Brand zu löschen.

Dass ihr Holzstapel gebrannt hatte, erfuhren die "Biber" per Zufall, so Bathke. "Ein Mitglied der Feuerwehr war an der Shell-Tankstelle von unserem Vorstandsmitglied Marcus Schröder und hat Bescheid gesagt", berichtete Bathke. "Zum Glück sind die Flammen nicht auf das Festzelt übergegangen", fügt er hinzu. Die "Biber" hätten Anzeige wegen Brandstiftung erstattet.

Nachdem die Einsatzkräfte mit dem Löschen fertig waren, bot sich am Donnerstagmorgen ein trauriger Anblick: Die Stämme waren allesamt verkohlt. "Wir haben gar nicht überlegt, ob wir uns die Arbeit noch einmal machen." Für Bathke, selbst von Beruf Polizist, ist das Ehrensache. "Man kann nicht der Unvernunft den Sieg gönnen", sagt er. Schnell war der Entschluss gefasst, am Freitag in den Wald zu fahren und neues Holz für das Feuer am Ostersonnabend zu holen. Von Roland Tippmann aus Woltersdorf bekamen die "Biber" einen zweiten Anhänger, mit dem sie die Baumstämme aus dem Wald bei Neu Zittau heranschafften. Nach knapp zwei Stunden war der neue Holzhaufen errichtet.

Weil viel über die Genehmigung des Feuers angesichts der Waldbrandgefahr spekuliert wurde, stellt Bathke klar, dass die "Biber" eine Genehmigung haben. Genauso war es in Woltersdorf, Schöneiche und Gosen. Aufgrund einer Anordnung vom Amt hielt die dortige Wehr das Feuer kleiner als sonst, berichtete Wehrführer Detlef Wiese. Der Woltersdorfer Sport- und Freizeitpark an den Fuchsbergen war schon vor dem Entzünden des Feuers gut besucht. Viele Familien mit Kindern vergnügten sich auf dem erneuerten Spielgelände. "Wenn was los ist im Dorf, zeigt man sich", sagte Reinhard Nikolaizik, der mit seiner Frau und den beiden Enkelinnen gekommen war.

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