Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bürgermeister
"Halb will ich es nicht machen"

Repräsentant des Amtes: Rudolf Schlothauer (r.), hier beim Neujahrsempfang und der Ehrung der Bürger des Jahres.
Repräsentant des Amtes: Rudolf Schlothauer (r.), hier beim Neujahrsempfang und der Ehrung der Bürger des Jahres. © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 21.04.2019, 07:00 Uhr
Prötzel (MOZ) Ich will nicht nur mit halber Kraft antreten", sagt Rudolf Schlothauer. "Halb will ich es nicht machen." Aufgrund von gesundheitlichen Problemen hat sich der Prötzeler Bürgermeister und Vorsitzende des Amtsausschusses dazu entschlossen, "nur" noch als Gemeindevertreter und Ortsvorsteher in Prötzel zu kandidieren. Denn Kommunalpolitik kostet Zeit und Kraft. "Die meiste Kraft kostet das, was man nicht verändern kann", sagt Rudolf Schlothauer in seinem Büro im Prötzeler Gemeindehaus im Gespräch mit dieser Zeitung. Dazu gehörten die Querelen um den Wasser- und Bodenverband "Stöbber-Erpe", die er als unbefriedigend und belastend empfunden hat. Vor allem die Widerspruchs- und Klageverfahren, mit denen sich die Gemeinde seit Jahren auseinandersetzen muss. Man sei einfach nicht weiter gekommen, so Schlothauer, der in diesem Punkt resigniert hat. Ebenfalls Kraft kostete das über Jahre bestehende riesige Loch, das im Gemeindehaushalt klaffte. Stolz ist Schlothauer, dass die enorme finanzielle Belastung, auch durch die Schuldentilgung in Höhe von fast zwei Millionen Euro, abgebaut werden konnte. "Diese Jahre haben Spuren hinterlassen", sagt der Prötzeler. Vor allem, weil kein Geld da war. Nicht einmal für pflichtige Aufgaben.

Jetzt aber soll der Rückstand sukzessive abgebaut werden, auch und vor allem, was die Infrastruktur angeht, so Schlothauer. Für seine Gemeinde will er sich weiter einbringen und kandidiert als Ortsvorsteher und Gemeindevertreter. Seit 1994 ist er im Dorfparlament, seit 1998 Stellvertreter, seit 2001 Bürgermeister. Ordnung und Sicherheit sind seine Themen. "Und das was erreicht wurde, soll erhalten werden." Dafür wünscht er sich, das alle an einem Strang ziehen. Bürger und Gemeinde. "Es ist immer nur so viel los, wie wir auf die Beine stellen."

Auch im Amtsausschuss kann er sich vorstellen, weiter mitzuarbeiten. Am liebsten aber will er jemandem den Vortritt lassen. Seit 2008 war er dessen Vorsitzender. Und auch dort waren es vor allem die Finanzen, die die sechs Gemeinden des Amtes Barnim-Oderbruch vor große Herausforderungen stellten. Geschafft wurde das nur durch die sehr gute Zusammenarbeit, lobt Rudolf Schlothauer. "Das war immer sehr konstruktiv."

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG