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Plogging
Laufend für ein sauberes Gransee gesorgt

Viele halfen mit: Sie taten etwas für die Gesundheit und das Gemeinwesen – sozusagen Wellness für Gransee.
Viele halfen mit: Sie taten etwas für die Gesundheit und das Gemeinwesen – sozusagen Wellness für Gransee. © Foto: Wolfgang Gumprich
Wolfgang Gumprich / 22.04.2019, 19:29 Uhr
Gransee Eine neue Sportart aus Schweden hält ihren Einzug in Brandenburg: Das Plogging. Das lässt sich als "mit dem Müllsack joggen" umschreiben, Sport treiben und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.

Zum zweiten Mal hatte der SV Eintracht Gransee am Sonnabend zum Plogging rund um Gransee eingeladen, neben Vereinsmitgliedern hatten sich dem Plogging viele Jugendliche sowie Bürgermeister Mario Gruschinske, der Lauftreff Stechlin und der Unternehmerverein angeschlossen.

Mit großen blauen Tüten zogen die Gruppen los, die Abiturientin Janine hatte einige Klassenkameraden zum Mitmachen überzeugt, sie räumten zwischen Gymnasium und Krankenhaus auf, fanden Bonbonpapier, leere Schnapsflaschen, Plastikflaschen, selbst ein Abi-Banner landete in den Mülltüten.

Bürgermeister Gruschinske sammelte rund um den Friedhof den Müll ein, "wir haben ein Radio, einen kaputten Campingstuhl gefunden", bilanziert er. Er bedankt sich bei allen Sammlern und warnt diejenigen, die Müll in der Landschaft abkippen: "Das ist eine Ordnungswidrigkeit und kann sehr teuer werden!"

Die Idee zum Plogging stammt von der Vereinsvorsitzenden Anke Rudolph, sie freut sich darüber, dass sich sehr viele Jugendliche an der Aktion beteiligten. Zum ersten Mal habe sie das Plogging vor Weihnachten im vergangenen Jahr angeregt. "Das ist Umweltschutz in der Praxis. Nun wollen wir, dass zu Ostern unsere Stadt schön aussieht".

Das dürfte ihnen zumindest in einigen Bereichen vortrefflich gelungen sein. Wie es nicht nur beim Sport üblich ist, stärkten sich die Saubermänner und -frauen nach getaner Arbeit. Kaffee, Kuchen, Bockwurst und vor allem jede Menge Getränke konnten konsumiert werden. Die Hinterlassenschaften wurden selbstverständlich vorbildlich entsorgt. Alles andere wäre nur als Selbsttor zu bewerten...

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