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Schultheater
Alles begann mit einem Ei

14 Monate Arbeit investierten Schülerinnen in die Gestaltung der Marionetten und des Stücks "Der schöne Jakob".
14 Monate Arbeit investierten Schülerinnen in die Gestaltung der Marionetten und des Stücks "Der schöne Jakob". © Foto: privat
Manuela Bohm / 23.04.2019, 02:15 Uhr
Premnitz (MOZ) Mathe, Deutsch, auch Kunst kennt man als Unterrichtsfächer aus der eigenen Schulzeit. Kaum jemand dürfte davon berichten können, im Fach Theater zum Einen unterrichtet worden zu sein und zum Zweiten wirklich alles dazu selbst erarbeitet zu haben. So ging es aber Oberschülerinnen aus der Havelstadt Premnitz. Im Wahlpflichtunterricht "Theater" entwickelten sie in 14 Monaten aus einem Ei das Theaterstück "Der schöne Jakob" und führten es erfolgreich vor  Eltern, Lehrern und Grundschülern auf.

"Als wir Schüler des Theater-Unterrichts ein Styropor-Ei in den Händen hielten, konnten wir uns nicht vorstellen, dass daraus einmal eine Marionette werden würde", erinnern sich Kim Thoms und Viviane Brolowski, nun beide in der 10. Klasse.

Mit Modelliermasse entstanden an einem Projekttag, mit Unterstützung durch den Künstler Hans Zimmermann, Köpfe, Hände und Füße. Aus Wolle wurden Perücken geknüpft und Oberteile, Hosen bzw. Röcke aus Stoff selbst zugeschnitten und mit Hilfe der Theater-Lehrerin genäht. Holzteile, Ringschrauben, Angelsehne – und fertig waren die Marionetten. "Wenige Wochen zuvor war die Wahl auf das Märchen Zwerg Nase gefallen. Jedoch war von Anfang an klar, dass die Geschichte so nicht bleiben würde", erklären die beiden Theater-Schülerinnen.

Jakob, der von sich und seiner Schönheit sehr eingenommen ist, weist ede Frau zurück, weil sie seinem Schönheitsideal nicht entspricht, wird von einer Hexe in einen Koch mit großer Nase verwandelt. Zur Rückwandlung soll ein Zauberer gefragt werden, der Jakob als Koch einstellt. Als dieser eine Gans zubereiten soll und darin das Blumenmädchen Mimi erkennt, verliebt er sich. Mit einem sogenannten Nies-mit-Lust-Kraut gelingt die Rückverwanldung von Jakob und Mimi. Die Hochzeit krönt die Freude darüber.

Anfang April führten die Schüler das Marionettenstück, nachdem sie das Drehbuch selbst geschrieben und die nötigen Bühnenbilder eigenhändig gebaut hatten, in mehreren Vorstellungen auf. "Alle Zuschauer waren begeistert und fühlten sich 40 Minuten lang gut unterhalten. Natürlich geizten sie nicht mit Applaus und Lob, worüber wir uns sehr freuten. Das war der Lohn für 14 Monate Arbeit im WPU-Unterricht", freuen sich Kim Thoms und Viviane Brolowski.

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