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Nachgefragt
Warum Pokal an Ostern?

Michael Reichert Vorsitzender  Fußballkreis  Oberhavel/Barnim
Michael Reichert Vorsitzender Fußballkreis Oberhavel/Barnim © Foto: Dirk Schaal
Dirk Schaal / 23.04.2019, 02:15 Uhr
Bötzow (MOZ) Michael Reichert, der Vorsitzende des Fußballkreises Oberhavel/Barnim, ließ es sich nicht nehmen, als Schiedsrichterassistent selbst an der Linie des Kreispokalspiels Eintracht Bötzow gegen Rot-Weiß Schönow zu stehen.sprach mit ihm nach dem Abpfiff.

Herr Reichert, hat die bessere oder die glücklichere Mannschaft das Spiel gewonnen?

Ich glaube, die Mannschaft mit dem längeren Atem hat das Spiel für sich entscheiden können. Die Zuschauer haben ein spannendes Spiel gesehen, das nach einer 2:0-Führung dann doch noch einen anderen Sieger bekommen hat.

Mit Schönow ist die letzte Barnimer Mannschaft aus dem Kreispokal ausgeschieden. Ist der Barnim fußballerisch zu schwach?

Wenn man sich die Verhältnisse in der Kreisoberliga anschaut, dann spielen dort zehn Mannschaften aus Oberhavel und sechs aus dem Barnim. Das überträgt sich natürlich auch auf den Pokal. Aber ich denke, das ist aber nur eine Momentaufnahme.

Im Vorfeld gab es Diskussionen, ob am Osterwochenende gespielt werden soll. Viele Vereine beklagten, dass so weniger Spieler zur Verfügung stehen. War die Entscheidung für den Pokal an Ostern richtig?

Wir haben an etwa 30 Wochenenden in einem Jahr Spieltage in den verschiedenen Ligen. Dazu kommen sieben Spiele im Kreispokal sowie  die Wochenenden der Sommer- und Winterpause. Das Jahr hat aber nun mal nur 52 Wochenenden und in der Woche wollen die meisten nicht spielen. So bleibt uns gar nichts anderes übrig, als auch Ostern und Pfingsten für Spiele zu nutzen. Vermutlich wird es auch Spieler geben, die an diesen Wochenende nicht zur Verfügung stehen, aber das betrifft dann eher alle Mannschaften.

Ist das nicht etwas viel, Vorsitzender vom Fußballkreis zu sein und gleichzeitig als Unparteiischer auf dem Platz zu stehen?

Ich bin Pensionär, ich habe genug Zeit, um beide Sachen unter einen Hut zu bekommen (lacht).

Wird man Sie auch weiterhin als Schiedsrichter oder Assistent auf dem Platz antreffen?

Ganz sicher doch. Ich finde das sehr wichtig sogar, weil man so ständig direkt an der Basis ist. In Gesprächen bekommt man hautnah mit, wo den Vereinen der Schuh drückt. Außerdem können auf diesem Weg auch mal schnell Unklarheiten aus dem Weg geräumt oder wichtige Dinge direkt mit den Verantwortlichen abgesprochen werden. Und außerdem macht mir auch beides sehr viel Spaß.

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