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Osterschau
Tiere wie aus dem Bilderbuch

Tierfreunde: Christian Brüsch und Danny Rösler vom Vorstand der Kleintierzüchter zeigen zwei ihrer Tiere.
Tierfreunde: Christian Brüsch und Danny Rösler vom Vorstand der Kleintierzüchter zeigen zwei ihrer Tiere. © Foto: Daria Doer
Daria Doer / 23.04.2019, 06:00 Uhr
Mühlenbeck Mehrere hundert Besucher kamen zur Osterausstellung des Mühlenbecker Kleintierzüchtervereins.

Schon von weitem ist ein vielstimmiges Krähen zu hören. In Käfigen und Volieren, Brutkästen und Gehegen sitzen Tauben und Enten, Hühner und Kaninchen und sogar Ziervögel. Unter Wärmelampen sind Küken, im Brutkasten Eier und soeben geschlüpfte Hühnchen zu beobachten. Kaninchenfamilien werden von vielen Kindern bestaunt. Manchmal gibt es Tränen, weil die Eltern keines der niedlichen Tiere kaufen wollen. Alle Tiere sehen aus, als kämen sie direkt aus einem Bilderbuch. Eine Tierärztin ist vor Ort, um zu prüfen, ob es den Tieren wirklich gut geht.

Den Kleintierzuchtverein gibt es schon seit 1938. Seine Mitglieder kommen aus Mühlenbeck, Basdorf, Glienicke und Klosterfelde und haben zwischen zwei und 70 Tieren. "Züchten ist ein Hobby, das viel Verantwortungsgefühl erfordert. Nur noch wenige Menschen haben genug Platz, um die Tiere artgerecht zu halten. Oft gibt es auch Ärger mit Nachbarn, die sich zum Beispiel vom Krähen oder Gurren gestört fühlen", sagt Christian Brüsch, der Leiter des Kleintierzüchtervereins Mühlenbeck. Sein wichtigstes Ziel ist es, den Zusammenhalt im Verein zu stärken. Eine weitere Aufgabe des Vereins ist die Erhaltung der alten Rassen.

Sein Stellvertreter Danny Rösler, dessen Familie seit sechs Jahren Hühner züchtet, betont die pädagogische Bedeutung ihrer Arbeit. "Hier können Kinder die Tiere sehen und anfassen, sie können die Tiere pflegen und lernen, woher Eier und Fleisch kommen." Seit der Vogelgrippe hat sich die Anzahl der Züchter allerdings dramatisch verringert: "Die Leute lieben ihre Tiere und wollen sie nicht ständig im Stall einsperren", sagt Rösler.

Auf der Osterschau in Mühlenbeck werden viele Tiere verkauft. Tara Karstädt aus Schönwalde, 19 Jahre alt, hat gerade vier Küken erstanden. "Wir haben schon vier und die sollen sich nicht einsam fühlen." Schon als Kind hat sie sich manchmal um die Hühner des Nachbarn gekümmert, und nun möchte sie Eier essen, die nicht aus dem Supermarkt kommen.

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