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Osterbrauch
Kullernde Eier und fröhliche Besucher

Und ab geht das Ei: Linus war im Kinderwettbewerb der erste Starter.
Und ab geht das Ei: Linus war im Kinderwettbewerb der erste Starter. © Foto: Joachim Eggers
Joachim Eggers / 23.04.2019, 06:45 Uhr
Gölsdorf (MOZ) Wenige Minuten, bevor es losgeht, ist der Wanderpokal der Kinder noch nicht da. "Aber der ist noch jedes Jahr zurückgekommen", sagt Antje Oegel. Die Chef-Organisatorin des Eierrollens wuselt am Sonntag, gegen 14 Uhr, hin und her, begrüßt viele Stammgäste der Traditionsveranstaltung, die sich mit Kaffee und Kuchen oder auch Sekt und Bowle stärken. Mehr als 100 gut gelaunte Gäste sind wieder an den Eierberg genannten Abhang, einen Feldweg am Ortsrand von Gölsdorf, gekommen, um ihr Glück im Eierrollen zu versuchen. Auch Antje Oegel muss bei ihren Mitstreitern nachfragen: Seit 1987 wird die Traditions-Gaudi immer auf die gleiche Art veranstaltet. Zwei Minuten vor dem Start kommt denn auch der Wanderpokal der Kinder zurück. Der achtjährige Ethan Pakalski aus Fürstenwalde bringt ihn zurück, an der anderen Hand hat er seine dreijährige Schwester Amy. Ethan will wieder mitmachen, das ist Ehrensache. Ob er geübt hat? "Mama hat mich nicht gelassen", sagt er ein bisschen beleidigt.

Eltern und Gäste feuern an

Dann ruft Antje Oegel zum Start. Von einer Startlinie aus werden die Eier, gefärbt und ungefärbt, den Hang hinab geworfen, gerollt, geschleudert. Manches bleibt in einer Furche hängen, andere kommen vom Weg ab, zwischen zwei und vielleicht 20 Metern ist so ziemlich alles dabei an Wegstrecken, die die Eier zurücklegen. Eltern und Gäste feuern die Kinder an. Am Ende des Kinderwettbewerbs hat der 14-jährige Ben Richter aus Beerfelde die Nase vorn, der vor zwei Jahren schon einmal gewonnen hat. Bei den Kindern darf er mit seinem Alter nächstes Jahr nicht mehr antreten. Ethan ist auch unter den ersten zehn, die alle Preise bekommen.

Das lustige Spektakel begeistert seit Jahren auch Denise Miethke. Die Münchenerin ist mit ihrem aus Gölsdorf stammenden Ehemann und der sechsjährigen Tochter Emma gekommen – wie jedes Jahr. "Es ist toll, dass es so eine Tradition gibt", sagt Denise Miethke und stellt sich an, um beim Frauen-Wettbewerb ein Ei kullern zu lassen.

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