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Eggersdorfer wünscht sich mehr Stellplätze rund um das Krankenhaus und die Medizents in Strausberg, da die Fußwege sonst zu weit sind.

Parkplatznot I
"Es ist alles zugeparkt"

Hier ist er oft zu Gast: Claus Walke aus Eggersdorf vor dem Medi- z­ent II, das seine Frau und er nur schwer erreichen.
Hier ist er oft zu Gast: Claus Walke aus Eggersdorf vor dem Medi- z­ent II, das seine Frau und er nur schwer erreichen. © Foto: Martin Stralau/MOZ
Martin Stralau / 23.04.2019, 07:30 Uhr
Strausberg (MOZ) Claus Walke aus Eggersdorf ist verärgert. Öfter muss der 85-jährige Eggersdorfer mit seiner kranken Frau zu den beiden vor dem Krankenhaus gelegenen Medizents in der Prötzeler Chaussee in Strausberg – und hat jedes Mal das Problem, keinen nahen Parkplatz zu finden. "Wenn wir kommen, ob um 10 oder 11 Uhr, ist alles zugeparkt. Auch auf dem Platz hinter dem Medizent II. Dann sind viele andere auch beim Arzt", berichtet er von seinen Erfahrungen aus den vergangenen Wochen.

Das Ergebnis ist oft das Gleiche, wenn er in der Kastanienallee und Klosterdorfer Chaussee vergeblich nach einem Stellplatz gesucht hat. "Dann parken wir bei Obi, wo ja eigentlich ein Kundenparkplatz ist. Für meine Frau ist das sehr beschwerlich, weil die Arztpraxen dann, je nach Stellplatz, mehrere hundert Meter entfernt sind. Und den Rückweg gibt es ja auch noch. Sie ist sehr schlecht zu Fuß", sagt Walke.

So wie ihm geht es vielen älteren Patienten. "Im Verhältnis zu den Angeboten an Gesundheitsdienstleistungen ist das Parkangebot nicht optimal", sagt ein älterer Herr, der anonym bleiben will. Auch er nutzt den Obi-Parkplatz oder den vom benachbarten Autohaus Kalla. Dessen Geschäftsführer Frank Kalla sagt: "Unsere Parkplätze werden permanent mitgenutzt. Ich rege mich darüber schon gar nicht mehr auf. Jeder muss ausreichend Stellplätze nachweisen – nur das Krankenhaus schafft es nicht."

Der Obi-Markt, der oft schon vor 8 Uhr zu einem großen Teil von Nicht-Kunden zugeparkt ist, hat reagiert. Nach Gesprächen mit der Stadt sei eine Vereinbarung geschlossen worden, "die sowohl den Kunden unseres Marktes als auch den Besuchern des Krankenhauses gerecht wird", sagt Obi-Sprecherin Franziska Bomm. Sie ermögliche für zwei Stunden das Parken mit Parkscheibe. Darauf weise auch die offizielle Beschilderung durch die Stadt hin. Wer länger parke, bekomme eine Verwarnung.

"Das Problem mit den Parkplätzen ist bekannt. Auch uns wird ständig vorgehalten, dass sie nicht reichen", sagt Angela Krug, Geschäftsführerin der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH. "Wir haben mit der Baugenehmigung die Auflage erhalten, die Anzahl der Stellplätze gemäß Stellplatzsatzung der Stadt Strausberg mit der dazugekommenen Bebauung zu erhöhen. Da sind wir gerade dabei", sagt sie.

46 Stellplätze mehr als jetzt

"Gegenwärtig werden die Außenanlagen rund um den Anbau am Krankenhaus hergerichtet." Dazu gehöre auch die Schaffung weiterer Stellplätze hinter den Medizents. "Diese Arbeiten werden im Herbst wohl vollständig abgeschlossen sein." Dann gebe es 235 Stellplätze insgesamt, 46 mehr als momentan. Grundsätzlich sei auf dem zur Verfügung stehenden Gelände jede entbehrliche Fläche für zusätzliche Parkflächen vorgesehen. Aber auch da seien schnell Grenzen erreicht.

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