Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Jubiläum Der Angermünder Ortsteil Schmiedeberg startet mit einem Festumzug und feierlicher Steinenthüllung in die 700-Jahrfeier.

Jubiläum
Ein Dorf macht Geschichte

Bunte Karawane: Das kleine Dorf Schmiedeberg feiert sein 700-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde im Anschluss an den Festumzug ein Gedenkstein enthüllt. Mehr Bilder sind auf moz.de zu sehen.
Bunte Karawane: Das kleine Dorf Schmiedeberg feiert sein 700-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde im Anschluss an den Festumzug ein Gedenkstein enthüllt. Mehr Bilder sind auf moz.de zu sehen. © Foto: Oliver Voigt
Daniela Windolff / 23.04.2019, 08:30 Uhr - Aktualisiert 23.04.2019, 09:08
Schmiedeberg (MOZ) Hoch soll’n sie leben, schmettert der Angermünder Fanfarenzug, als der vierjährige Milo und sein Freund Fenriss unter dem Beifall zahlreicher Zuschauer das weiße Tuch ziehen und einen großen Findling enthüllen, der die Aufschrift trägt "Schmiedeberg anno 1319".

Der Ortsstein ist ein Geschenk der Stadt Angermünde. Das kleine 130-Seelendorf feiert Geburtstag und schaut auf eine bewegte 700-jährige Geschichte zurück, die im Jubiläumsjahr immer wieder auf verschiedene Weise beleuchtet wird, ob als kurzer Abriss zur Eröffnung des Dorfjubiläums am Ostersonnabend, bei der Vorstellung der berühmten historischen Schmiedeberger Bilderchronik von Otto von der Hagen am 17. Mai, zur Präsentation der 300-seitigen Dorfchronik am 17. August, an der viele Schmiedeberger mitgewirkt haben, oder durch Erinnerungen der Dorfbewohner. Dazu bietet auch die Eröffnungsveranstaltung bei schönstem Frühsommerwetter Gelegenheit, denn nach dem kleinen Festumzug  und der Steinenthüllung sind alle Schmiedeberger und die zahlreichen Gäste zu Kaffee und Kuchen auf dem Festplatz an der Kirche eingeladen.

Das kleine Dorf Schmiedeberg feiert sein 700jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde im Anschluss an den Festumzug auch ein Gedenkstein enthüllt.
Bilderstrecke

700 Jahre Schmiedeberg

Bilderstrecke öffnen

Lothar Hamann aus Angermünde hat seine Kindheit und Jugend in Schmiedeberg verbracht. "Das Schönste ist der See, in dem wir als Kinder immer baden waren. Auch im ehemaligen Park sind wir als Kinder gern umher gestromert. Ich fahre bis heute noch oft hierher zum Baden." Auch Christina Seehase aus Schwedt nutzt das Dorfjubiläum, um mal wieder ihre alte Heimat zu besuchen: "Ich bin hier aufgewachsen und hatte eine tolle Kindheit. Schmiedeberg hatte ja mal über 300 Einwohner und ganz viele Kinder. Inzwischen gibt es viele Zugezogene, vor allem Berliner." Darauf war auch Angermündes Bürgermeister Frederik Bewer neugierig, der mit seiner Partnerin den Familienausflug nach Schmiedeberg verlegte, um zu gratulieren.

Elli Röwert, mit 96 Jahren die älteste Schmiedebergerin, gehört zu den Alteingesessenen,  Aber auch Conny Sobzig, Mutter des kleinen Steinenthüllers Milo, ist Ur-Schmiedebergerin. "Ich lebe gern hier. Schmiedeberg hat alles zum Glücklichsein, zwei Seen, hübsche Häuser, Spielplatz, Natur und viel Platz für unsere Tiere. Ein Paradies für Kinder."Viele Gründe für die Schmiedeberger, sich mal selbst zu feiern.

Aus der Chronik

Über 300 Jahre lang bis 1945 war Schmiedeberg Sitz der Adelsfamilie von der Hagen. Zu den berühmtesten Familienmitgliedern gehörte der Forstmann und Feingeist Otto von der Hagen, der Schmiedeberg mit der berühmten Bilderchronik ein Denkmal setzte.

Von der Hagen errichtete hier auch ein archäologisches und völkerkundliches Museum in einem Blockhaus. Das wird heute als  Wohnhaus genutzt. An von der Hagen erinnert ein Eisenkreuz auf dem Kirchhof. 2003 stimmte Schmiedeberg gegen die Eingemeindung nach Gramzow und wurde Ortsteil von Angermünde. Von der Kopfgeldprämie kaufte das Dorf den Kaulsee. ⇥dw

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG