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Zwei Barnimer im Norden Englands

Leichtathletik
Start am Old Trafford

Am Start: Silke und Jörg Stutzke
Am Start: Silke und Jörg Stutzke © Foto: privat
Silvia Schmidt / 24.04.2019, 06:00 Uhr
Klosterfelde Am Morgen des Karfreitags standen rund 350 Laufenthusiasten an der Startlinie zu einer der populärsten Ultralaufveranstaltungen im Norden Englands: den 50 Meilen von Manchester nach Liverpool (kurz: M2L). Unter ihnen auch die beiden Barnimer Silke und Jörg Stutzke.

Bei schönstem Frühsommerwetter führte der Weg der Läuferinnen und Läufer vom Stadion Old Trafford bis hin zu einem Rugbystadion im Norden der Beatles­stadt Liverpool.

An der Strecke hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, Höhepunkte und Auswüchse englischer Industriearchitektur zu bestaunen. Die klassischen Verbindungswege der Industriestädte Mittel- und Nordenglands waren die Flüsse und Kanäle.

Erstaunliche Abgeschiedenheit

Der Lauf folgte weitestgehend diesem Angebot des Trans Pennine Trail, der inzwischen als Wander- und Radweg für neue Wirtschaftszweige interessant ist. Erstaunlich an diesem Streckenverlauf: die oftmals doch große Abgeschiedenheit, die Ferne zu den Siedlungen. Das wollte auch bei der Vorbereitung des Rennens bedacht werden. Sieben Versorgungsstationen auf am Ende schließlich 82 Laufkilometern sind bei normaler Witterung und gleichmäßiger Verteilung sicher ausreichend.

Nicht so jedoch hier. Der bisher wärmste Tag des Jahres machte die doch teils recht großen Abstände der Getränkestellen zum Problem. So gewann die Anforderung des Veranstalters bezüglich des Mindestgepäcks doch recht viel Sinn, denn neben Telefon, Stirnlampe und Rettungsdecke waren Wechselsachen und mindestens ein Liter Flüssigkeit am Start nachzuweisen. Überraschend für alle Teilnehmer wurden diese Gegenstände auch auf der Strecke nochmals kontrolliert. Die Ausrichter nahmen also ihre Fürsorgepflicht sehr ernst.

Die Barnimer Protagonisten hatten damit aber kein Problem, kennen sie doch diese Anforderungen auch von anderen Veranstaltungen. Etwas weniger läuferfreundlich war hingegen die Markierung der Strecke.

Treffpunkt Wegkreuzung

Die ausschließliche Nutzung von Baustellenband machte an mehreren Wegpunkten die Wahl des richtigen Abzweiges zur Lottoentscheidung. Die sich ergebenden Diskussionsgruppen waren aber eine schöne Gelegenheit, andere Teilnehmer des Rennens kennenzulernen. Hier zeigte sich einmal mehr, dass es von Vorteil ist, solche Rennen in kleinen Gruppen zu laufen, gibt das doch erheblich mehr Sicherheit in jeglicher Beziehung.

Nach 9,15 Stunden konnte Jörg Stutzke sein Rennen schließlich als 46. des Gesamteinlaufes beenden, was eine leichte Verbesserung zum Vorjahresergebnis bedeutete. Silke Stutzke rangierte genau 100 Plätze dahinter, sehr genau inmitten des Teilnehmerfeldes. Im Familienbesitz befinden sich nun zwei weitere ansehnliche Plaketten dieser Veranstaltung, die mit dem Zitat "To strive to seek to find an not to yield", was in etwa übersetzt bedeutet: "..sich zu bemühen und sich zu überwinden und nicht aufzugeben..", versehen sind.

Wann und ob überhaupt die beiden Stutzkes erneut bei den 50 Meilen durch England starten können, das steht derzeit noch in den Sternen. Kommt der harte Brexit, könnte eine jetzt so einfache Reise von vielen Unwägbarkeiten gepflastert sein.

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