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Vor die traditionelle Walpurgisnacht setzt die Burg Beeskow ein zweitägiges, märchenhaft geprägtes Hollefest.

Tradition
Holunder für ein neues Fest

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: pixabay
Olaf Gardt / 24.04.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 24.04.2019, 07:21
Beeskow (MOZ) Mit einem himmlischen Fest und einer berauschenden Nacht erfindet sich die Burg Beeskow neu, indem sie sich an Bewährtes erinnert. Am Wochenende und in der zwei Tage später folgenden Walpurgisnacht wird  vor der historischen Kulisse gefeiert. Hollefest & Hexennacht  bieten Musik und Theater, Märchen und Geschichten. Da das Osterspectaculum wegen der Burgbauarbeiten vor Jahren nach Storkow gezogen war, es aber immer wieder Nachfragen nach einem historischen Fest gibt, will das Burgteam gemeinsam mit dem Förderverein ein neues Format wagen. Mit Paula Herold, die seit vielen Jahren historische Feste organisiert und gestaltet, hat Burgdirektor Arnold Bischinger dafür eine erfahrene Partnerin gefunden. Gemeinsam ist man auf die Idee des Hollefestes gekommen. Aus Sicht der Organisatoren absolut passend zu Beeskow. Hinter Frau Holle, so Paula Herold, verberge sich nämlich niemand anderes als die germanische Naturgöttin Holda.  Holda sei gleichzeitig die Königin der Hexen gewesen und habe dem Holunderbusch seinen Namen gegeben. Und eine der schönsten Namensdeutungen für Beeskow sei bekanntermaßen "Ort, wo der Holunder wächst". Und deshalb kehre die Göttin und Hexe nun auf die Burg zurück.

Das Fest am Wochenende wird vor allem "märchenhaft". Gaukler treten auf, Geschichten werden erzählt, es gibt Musik und Schattentheater. Holunderverkostungen finden statt, Handwerker zeigen ihre Künste. Auch eine große Schlacht ist auf der Burg geplant.  Wie es sich bei Frau Holle gehört, wird es eine Kissenschlacht werden, bei der jeder, der ein Federkissen mitbringt, mitmachen kann. Rundherum gibt es kleine Feuershows und Akrobatik.

Mit dem neuen Fest will sich die Burg von den großen, oft kommerziellen Mittelaltermärkten abheben. Eine finanzielle Unterstützung der Sparkasse sorgt dafür, dass die Eintrittspreise moderat bleiben. Neben den professionellen Schauspielern, Sängern und anderen Künstlern, die das Programm gestalten, setzt man auf das Mitmachen. Man kann mit Naturmaterialien basteln, mit der Handkurbel das historische Karussell zum Drehen bringen, Amulette gestalten und frische Seife Herstellen. Natürlich gibt es einen Markt und Gastronomie, bei der der Holunder im Mittelpunkt steht. Holunderwein wird ebenso im Angebot sein wie ein für das Fest kreiertes Holunderbrot. Gefeiert wird das Hollefest am Sonnabend und Sonntag. Nach einer Verschnaufpause am Montag geht es am 30. April mit der Walpurgisnacht weiter. Dann lässt der Burgförderverein in altbewährter Weise die Hexen tanzen. Ab 19 Uhr hat man Zutritt. Die Hexen-Besen bestehen übrigens seit Jahrhunderten ganz traditionell aus dem Holz des Holunderbuschs, der auch auf dem Burgareal wächst. Wenn man den Eingang an der Westseite nutzt, kann man ihn nicht übersehen.

Aus dem Festprogramm

Das Hollefest wird am 27. und 28. April auf der Burg Beeskow gefeiert. Am Sonnabend ist ab 14 Uhr Einlass. Um 14.30 Uhr eröffnen Frau Holle, Gold- und Pechmarie das Fest. Gleichzeitig erlebt die Burg die erste große Schlacht im 21. Jahrhundert, eine Kissenschlacht. Bis 19.30 Uhr folgen  Musik, Tanz, Akrobatik, Märchen und Theater, sowie ein großer Mitmachmarkt. Am Sonntag wird von 11 bis 17 Uhr gefeiert. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Die Walpurgisnacht am 30. April beginnt um 19 Uhr mit dem Empfang durch die Hexen. Für Musik sorgt das Duo Nagelford. Dann wird die Geschichte von "Hexe Baubos Schweineritt auf dem Brocken" erzählt. Schattenspiel und der musikalische Hexenbesenausritt gehören zum Programm. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.⇥gar

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