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Agility
Ein Mekka für Hundesportler

Schnelligkeit und Geschick: Bei dieser Hürde kommt es drauf an, dass der Hund das Blaue Feld mindestens mit einer Pfote berührt, bevor er abspringt.
Schnelligkeit und Geschick: Bei dieser Hürde kommt es drauf an, dass der Hund das Blaue Feld mindestens mit einer Pfote berührt, bevor er abspringt. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 24.04.2019, 08:15 Uhr - Aktualisiert 24.04.2019, 11:49
Wulkow (MOZ) Vier Tage lang bevölkerten Hunde die Reitanlage "Max Fröhlich" des Reit- und Fahrvereins Wulkow. Das Areal war Austragungsort eines Agility-Festivals. Organisiert wurde es von dem Hundesportverein Hot Dogs, der seinen Sitz in Treskow hat. Mit 150 Startern aus ganz Deutschland sowie Polen, Tschechien und Rumänien schätzt der Vorsitzende Raphael Equitz, dass es das größte Turnier dieser Art in Brandenburg war – und eines der größten in Norddeutschland. "Ich habe schon mehrere Agility-Turniere organisiert. In der Größenordnung war das aber neu", so Equitz.

Agility ist eine Sportart für Hunde. Die Vierbeiner müssen dabei, geführt von ihren Menschen, einen Parcours mit mehreren Hindernissen durchlaufen. Wie beim Springreiten wird nicht nur gewertet, ob ein Lauf fehlerfrei war. Auch die Zeit spielt in die Wertung mit ein. Wirft ein Tier ein Hindernis ab oder verweigert das Gehorsam, gibt es Strafpunkte. Lässt es eine Hürde aus oder bewältigt sie in der falschen Reihenfolge, fällt der Lauf aus der Wertung. Bei dem Turnier gab es viele verschiedene Wertungsläufe. Wer auf einem der vorderen Plätze landete, konnte sich damit gleichzeitig für höherklassige Wettkämpfe qualifizieren. Die Höhe der Hindernisse wird an die Größe der Hunde angepasst. Es gibt drei Größenklassen, die sich nach der Höhe des Widerrists richten: Mini  (bis 35 Zentimeter), Midi (35 bis 43 Zentimeter) und Large (ab 43 Zentimeter).

Damit Hunde bei einem solchen Turnier überhaupt starten können, ist viel Training nötig. Ab einem Alter von 15 Monaten dürfen sie eine Begleithundeprüfung absolvieren, ohne die sie nicht starten dürfen. Das Training dafür nimmt oftmals ein Jahr in Anspruch. Laut Raphael Equitz dauert es etwa weitere drei Jahre, um die Vierbeiner so zu trainieren, dass sie einen Parcours durchlaufen können. Die Tiere müssen genau auf die Kommandos ihrer Menschen achten, um zu wissen, ob sie beispielsweise von der linken oder der rechten Seite kommend über ein Hindernis springen sollen, und welche Hürde sie als nächste bewältigen müssen. "Es hängt natürlich auch viel von der Erfahrung des Menschen ab. Man kann nur als Team gut sein. Die Menschen müssen beispielsweise auch clevere Wege durch den Parcours nehmen. Man ist aber auch vom Talent des Hundes abhängig", so der Fachmann.

Mit der ersten Veranstaltung in Wulkow war er sehr zufrieden: "Ich kann mir vorstellen, dass wir in den nächsten Jahren auf dem Gelände bleiben. Wir wollen versuchen, unser Festival zu etablieren." Im kommenden Jahr soll die Starterzahl auf 220 erhöht werden. Perspektivisch möchte Equitz das Turnier auf 300 Teilnehmer ausweiten. "Es soll ein Wallfahrtsort für Hundesportler aus ganz Europa werden", so Equitz. Davon profitiere letztlich auch die Region.

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