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Umwelttoxikologen nehmen Boden und Wasser unter die Lupe

Untersuchung: Der Ph-Wert und der Nitratgehalt können gleich vor Ort geprüft werden.
Untersuchung: Der Ph-Wert und der Nitratgehalt können gleich vor Ort geprüft werden. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 24.04.2019, 09:12 Uhr
Löwenberg (MOZ) Die Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie ist mit ihrem mobilen Labor in der kommenden Woche wieder in der Löwenberger Verwaltung anzutreffen.

Damit die Erdbeeren im Garten nicht mickern, sondern reichlich Früchte tragen, sollte der Boden einen Ph-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen. Der Rhododendron mag es sogar richtig sauer. Um 4,5 sollte der Ph-Wert liegen, damit die Pflanzen viele und vor allem große Blüten ansetzen. Kohl hingegen mag viel lieber einen alkalischen Boden. Der Ph-Wert sollte also über 7 liegen. Als Kerstin Tröger, die im Auftrag der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie (AfU), einem eingetragenen Naturschutzverein, im vergangenen Jahr mit ihrem mobilen Labor in der Löwenberger Verwaltung Station machte, gab es nicht nur die Untersuchungsergebnisse, sondern auch den einen oder anderen Tipp, wie der Boden behandelt werden sollte, damit die Pflanzen gut wachsen. Das wird auch in diesem Jahr nicht anders sein, egal, wer die Proben annimmt und untersucht.

Am Dienstag, 30. April, sind die Mitarbeiter von der AfU wieder in Löwenberg in der Verwaltung, Haus 2, Alte Schulstraße 5, anzutreffen. Von 13.15 bis 14.15 Uhr wird für einen kleinen Obolus die Bestimmung des Ph-Wertes und der Nitratkonzentration gleich vor Ort erledigt. Dazu sollte etwa ein Liter frisch abgefülltes Wasser in Flasche oder eine Bodenprobe mitgebracht werden. Die Palette dessen, was die Leute untersuchen lassen wollen, ist breit gefächert. Ein Beispiel ist die Bestimmung des Härtegrades des Wassers, um anhand dessen zu entscheiden, ob die Verwendung eines Entkalkers die Lebensdauer von Wasch- und Spülmaschine erhöhen kann. Andere setzen Wasserfilter ein. Doch in diesem Fall ist es es wichtig, schon vorab mit dem Wasserwerk zu sprechen und bestimmte Auskünfte einzuholen. Im Löwenberger Land ist der Kommunale Ver- und Entsorgungsbetrieb (KVE) der Ansprechpartner, der Auskunft über die Wasserzusammensetzung geben kann. Der Grund ist einfach: Wenn ein Filter genutzt wird, brauchen die Fachleute Vergleichsparameter, um zu sehen, ob der Filter auch seinen Dienst tut.

Auf Wunsch kann die Wasserprobe deshalb auch auf verschiedene Einzelbestandteile wie Schwermetalle untersucht werden. Was nicht direkt vor Ort erledigt werden kann, wird entweder mitgenommen oder es gibt den Hinweis, wo solche Untersuchungen angeboten werden und wie Proben eingeschickt werden können.

Anlieferung der Proben ins Labor

Wer wissenmöchte, wie gut oder schlecht der Boden in seinem Garten ist, der kann auch diesen untersuchen lassen. Dazu ist es ratsam, an mehreren Stellen im Garten Erde auszuheben. Diese Proben sollten dann vermischt werden. Etwa 500 Gramm sind für die Untersuchung ausreichend.

Bei Wasser reicht es aus, eine vorher gereinigte Flasche mit zirka einem Liter Flüssigkeit zu füllen. Eine geringere Menge reicht meist nicht aus, um die Messgeräte einzutauchen. veb

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