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Havelüberquerung
Hunderte unterschreiben für Behelfsbrücke

Bereits in der ersten Stunde unterzeichneten 300 Menschen die Forderung nach einer Behelfsbrücke.
Bereits in der ersten Stunde unterzeichneten 300 Menschen die Forderung nach einer Behelfsbrücke. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 24.04.2019, 10:05 Uhr - Aktualisiert 24.04.2019, 11:47
Hennigsdorf (MOZ) Hennigsdorf wehrt sich. Am Dienstag wurde dazu erst der Startschuss gegeben. Mehr als 300 Hennigsdorfer, Oberhaveler und Berliner haben am Dienstag vorm Rathaus mit ihrer Unterschrift dagegen protestiert, dass für die Zeit des Neubaus der Havelbrücke der Ersatzbau gestrichen worden ist.

Im überfüllten Ratssaal unterstrich Peter Münch, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde, nochmals, dass das ihm übergeordnete Bundesamt für den 2021 geplanten Brückenabriss keinen Interimsbau plant. Hennigsdorf wäre neun Monate ohne Havel-Überquerung. Vor rund 200 Zuhörern sagte er, dass die Behelfsbrücke bis auf zehn Meter an die bestehende Brücke heranreichen würde. Der Behelfsbau würde die Alt-Brücke zu sehr in Gefahr bringen. Vom WSA wurde behauptet, dass der Bau der Behelfsbrücke eineinhalb Jahre, inklusive vorherigem Planfeststellungsverfahrens und des Neubaus fünf Jahre benötigen würden. Noch nicht sicher ist auch, ob nördlich des Bauwerks eine Brücke für Fußgänger und Radler entsteht.

Bürgermeister Thomas Günther (SPD) forderte unter Beifall: "Mein Ziel ist es, diese Sperrung zu vermeiden." Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) befürchtet, dass es bei einer Sperrung bei neun Monaten nicht bleibe. Die Mitteilung, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angeregt habe, nach einer anderen Trasse für die Behelfsbrücke zu suchen, beruhigte kaum. Ohne jegliches Wo und Wie versehen, wirkte sie für die meisten wenig glaubhaft.

Münch kritisierte, dass Stadt und sein Amt in zehn Jahren kein Notfallszenario erarbeitet haben, um im Fall der Sperrung Schulbus- und Rettungsverkehr zu organisieren. Münch: "Wir haben alle gehofft, der schlimmste Fall tritt nicht ein." Ende Mai wird der Zustand der Brücke erneut untersucht. Münch schließt den schlimmsten Fall nicht aus, dass dann die Brücke sofort zu sperren ist. Sollte dieser Fall eintreten, würde in sechs Monaten eine Stahl-Notbrücke der Bundeswehr errichtet.

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