Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Havelbrücke
Politik und Wirtschaft machen Druck auf Bundesverkehrsminister

Bürgermeister Thomas Günther (links) und Landrat Ludger Weskamp unterzeichnen den Brief mit der klaren Forderung zum Bau einer Behelfsbrücke.
Bürgermeister Thomas Günther (links) und Landrat Ludger Weskamp unterzeichnen den Brief mit der klaren Forderung zum Bau einer Behelfsbrücke. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 24.04.2019, 14:41 Uhr - Aktualisiert 25.04.2019, 11:36
Hennigsdorf (MOZ) Vertreter aus Oberhavels Politik und Wirtschaft haben am Mittwochmittag auf der Hennigsdorfer Havelbrücke einen Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) unterzeichnet, in dem sie diesen auffordern, den Neubau dieser Brücke nicht ohne eine Behelfsbrücke in Angriff zu nehmen.

Die Unterzeichner, darunter Landrat Ludger Weskamp, Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther (beide SPD) sowie Potsdams IHK-Präsident Peter Heydenbluth werfen Scheuer darin vor, den Neubau der Brücke seit Jahren "regelrecht verschleppt" zu haben. Dass nunmehr von dem seit Jahren versprochenen Vorhaben zum Errichten einer Behelfsüberquerung über die Havel plötzlich abgewichen wird, "ist völlig unverständlich, inakzeptabel und für die Stadt sowie ansässige Wirtschaftsunternehmen in der Region nicht zumutbar", heißt es in dem Schreiben. Die Unterzeichner fordern die Behelfsbrücke ohne Wenn und Aber. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Scheuer den Bau nochmals prüfen lassen will. Von einer Zusicherung war nicht die Rede. Die Verfasser des Briefes gehen davon aus, dass bei einer Vollsperrung "die gesamte südliche Region Oberhavels abgeschnitten wird und ein Verkehrskollaps droht, der bis nach Berlin zu spüren sein wird."

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hatte im März entschieden, für die Bauzeit der dringend benötigten neuen Brücke keine Behelfsüberquerung zu errichten. Damit droht 2021 eine neunmonatige Vollsperrung von Hennigsdorfs wichtigster Verkehrsader. Über die Brücke rollen täglich geschätzte 30 000 Fahrzeuge.

Planungsposse interessiert landesweit

Auf Initiative der Bürgerinitiative Brücke für Hennigsdorf wird bereits am Sonnabend, 4. Mai, der RBB mit dem blauen Roburbus auf dem Festplatz an der Havelbrücke Station machen. Er soll nach bisherigem Plan gegen 11 Uhr eintreffen.

Geplant sind Interviews und Gespräche mit Verwaltungsmitarbeitern, Politikern und Betroffenen. Die Kurzreportage soll am xx.xx. um xx.xx im RBB gezeigt werden.

Seit 2014 tourt der alte Bus, der zu DDR-Zeiten Schulkinder und Betriebskollektive durch das Land schaukelte, durch Brandenburg. Dabei steuert die Mannschaft der hiesigen ARD-Anstalt Orte an, in denen es die Menschen mit besonders eklatanten Problemen zu tun haben.⇥rol

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG