Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Feuerwehren im Amt Scharmützelsee haben ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. Amtswehrführer Andreas Diebert hat mit etwas Verspätung die Statistik präsentiert.

Statistik
Rekordhalter 273 Stunden im Einsatz

Symbolbild
Symbolbild © Foto: dpa
Bernhard Schwiete / 25.04.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 26.04.2019, 10:06
Bad Saarow (MOZ) Die Sitzung des Scharmützelsee-Amtsausschusses am Dienstagabend in Bad Saarow nahm einen anderen Verlauf als erwartet. Eigentlich sollte es darum gehen, ob das Amt für seinen Wehrführer Andreas Diebert einen SUV als Kommandowagen anschafft. Zuletzt war diese Frage kontrovers diskutiert worden. Nun ist die Entscheidung vertagt. Wie Amtsdirektor Christian Riecke mitteilte, hatte Diebert seinen entsprechenden Antrag zwei Tage vor der Sitzung zurückgezogen.

Um die Feuerwehr ging es daraufhin spontan in anderer Angelegenheit. Obwohl laut Tagesordnung zunächst nicht vorgesehen, präsentierte Diebert die Einsatzstatistik für das Jahr 2018 – was er laut eigener Aussage bereits in der zurückliegenden Sitzung hätte tun können. Die Zahlen, die er präsentierte, bedurften dabei einiger Erläuterung, um nicht falsch gedeutet zu werden. Denn die Zahl der Einsätze der Feuerwehren des Amtes ist im Jahresvergleich streng genommen extrem gesunken – von 322 auf 181. 2017 indes war ein Ausreißer, zwei große Herbststürme ließen die Einsatzzahlen nach oben schnellen, wie Diebert erläuterte. Vergleicht man das vergangenen Jahr mit 2016, ist hingegen ein Anstieg um 50 zu verzeichnen.

Als aufschlussreicher angesichts dieser Umstände bezeichnete der Amtswehrführer die Zahl der insgesamt geleisteten Einsatzstunden. Sie hat sich im Vergleich zu 2017 nahezu verdoppelt, von 3779 auf 7314. Als Grund nannte Diebert die schweren Waldbrände in der Region. Vom 3. Juli bis zum 8. Juli waren die Feuerwehren des Amtes Scharmützelsee quasi im Dauereinsatz. Zunächst ging es zum Waldbrand bei Limsdorf, wo mehr als 100 Hektar in Flammen standen. Kaum war der Einsatz dort erfolgreich beendet, brannte es am Annenhof in Bad Saarow – und das gleich zwei Mal in kurzer Folge. "Unser Spitzenreiter brachte es innerhalb dieser fünf Tage auf 44 Einsatzstunden", berichtete Diebert. Der Rekord an persönlichen Einsatzstunden im gesamten Jahr liege bei 273. Ein weiterer Feuerwehrmann brachte es laut Statistik auf 202 Stunden, ein Drittel aller 132 Aktiven im Amtsgebiet auf mehr als 130.

Diebert ging auch noch einmal speziell auf die Waldbrände am Annenhof ein. Im Vergleich zu jenem in Limsdorf war die betroffene Fläche mit 17 Hektar deutlich zwar kleiner, bei den Löscharbeiten seien aber zahlreiche Probleme zu lösen gewesen. Der nächste Hydrant sei sechs Kilometer entfernt gewesen, der vorhandene Löschteich am Annenhof mit seiner Kapazität von knapp 100 Kubikmetern sei nach drei Stunden leer gewesen. Insgesamt seien etwa 1,2 Millionen Liter Löschwasser verbraucht worden. Der Einsatz erstreckte sich über 26 Stunden, 233 Feuerwehrleute waren vor Ort.

2020 neue Gefahrenanalyse

Die Probleme bei der Löschwasserversorgung am Annenhof veranlassten den Amtswehrführer zu einem Blick in die Zukunft. Nächstes Jahr müsse turnusmäßig eine neue Gefahren- und Risikoanalyse stattfinden. "Dann müssen wir auch über die Beschaffung neuer Technik nachdenken", sagte Diebert. Diskutiert über seine Ausführungen wurde nicht.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett und danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG