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Der frühere Friedhof hinter dem Alten Hospital wird zu einem Park umgestaltet. Infotafeln werden über die frühere Bedeutung des Areals informieren.

Stadtentwicklung
Der Maltitz-Grabstein kehrt zurück

Alter Friedhof: Dieter Gutsche steht an der Stelle, an der das Grabmal von Siegfried Wilhelm von Maltitz stand.
Alter Friedhof: Dieter Gutsche steht an der Stelle, an der das Grabmal von Siegfried Wilhelm von Maltitz stand. © Foto: Olaf Gardt
MOZ / 25.04.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 26.04.2019, 10:07
Beeskow (Olaf Gardt) Nach dem zweiten Weltkrieg, erinnert sich der heutige Stadtführer Dieter Gutsche, war der frühere Friedhof hinter dem Alten Hospital eine Art Abenteuerspielplatz. Reste der  Leichenhalle standen noch, sie seien weniger geworden, wenn wieder jemand Steine für ein Bauvorhaben benötigte. Heute ist nur noch ein Hügel zu sehen. Unter der Erde liegen sicher noch Schuttreste. Und es habe noch einzelne Gräber gegeben, die gepflegt wurden. Heute gilt das nur noch für das Grab des verdienstvollen Stadtkämmerers Jean Pierre Barthélemy Rouanet. Nachdem im Zuge der geplanten Neugestaltung des Areals hohle Bäume gefällt wurden, ist noch ein weiterer alter Stein zu entdecken. Ein Grabstein, der an eine Familie Schulze erinnert, mehr ist nicht ersichtlich.

750 000 Euro stehen zur Verfügung, um aus dem gesamten Areal einen kleinen Park zu schaffen. 500 000 Euro kommen aus dem Bund-Länder-Programm "Zukunft Stadtgrün", 250 000 Euro muss die Stadt selbst zuschießen. Im Moment ist unklar, ob das Geld reichen wird. Die Sanierung der Friedhofsmauer sei noch aufwändiger als zunächst gedacht, sagt Kerstin Bartelt, die stellvertretende Bürgermeisterin. Die Mauer soll unbedingt erhalten und wie zur Bauzeit verputzt werden. Von einem kleinen Rundweg aus wird man dann die Plaketten, manche aus Metallguss, andere aus Marmor, betrachten können, die auf frühere Familiengräber hinweisen. Viele in Beeskow noch heute weit verbreitete Namen sind dort zu finden.

Dieter Gutsche hofft, dass künftig auch der Name "Siegfried Wilhelm von Maltitz" wieder auf dem Friedhof zu lesen sein wird. Dessen Grabstein, der einst auf einer kleinen Pyramide aus Feldsteinen stand, ist von der Stadt vor wenigen Jahren eingelagert worden, weil er umgestürzt war. Bei der Vorstellung der Pläne zur Neugestaltung des Parks fand das Grabmal aber keine Erwäh-nung.

Kerstin Bartelt hat nun auf Nachfrage versichert, dass man an den früheren Landrat von Maltitz auf alle Fälle denken werde. Sie sicherte zu, dass nicht nur der Grabstein, der auch auf die Frau des Landrats, Christina Dorothea von Maltitz, und die gemeinsame Tochter des Paares hinweist, aufgestellt wird, sondern das auch eine der geplanten Infotafeln im Park auf die Bedeutung des Paares für Beeskow hinweisen wird. Als Landrat und Kreisdirektor leitete von Maltitz immerhin mehr als 25 Jahre die Geschicke der Region. Seine Frau hinterließ dem Hospital ein Kapital von 1000 Talern und ermöglichte den Anbau einer Krankenstube.

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