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Ziesar hat auch 2019 ehrgeizige Baupläne

René Paul-Peters / 26.04.2019, 12:27 Uhr
Ziesar In der über 1000-jährigen einstigen Bischofsstadt herrschte in den vergangenen Jahren ein regelrechter Bauboom. Die Sehenswürdigkeiten, wie etwa die Klosterkirche und die Burg, wurden umfassend restauriert, das mittelalterliche Straßennetz weitestgehend saniert. Meist mit Städtebaugeldern, die ein Großteil der Bausummen tilgten. Die Stadtfinanzen sind trotz der großen Ausgaben laut Bürgermeister Dieter Sehm (SPD) solide, Ziesar schreibt schwarze Zahlen. Der Haushalt sehe so gut wie lange nicht mehr aus.

Gerade ist ein Teil der Schulstraße nach seiner Sanierung eröffnet worden. Rund 600.000 Euro flossen in den ca. 150 m langen Bauabschnitt. Die Betondecke verschwand und wurde durch Rollstuhl- und Auto-freundlich geschnittenes Steinpflaster ersetzt. Im gleichen Zuge wurden auch Versorgungsleitungen und Straßenlaternen erneuert. Wegen der nahen Schule und der extremen Enge ist nur Schritttempo erlaubt.

Auch in der Thomas-Müntzer-Schule, die Grundschule und Oberschule bis zur 10. Klasse umfasst, geht’s bautechnisch voran. Nach der Dämmung der oberen Zimmerdecken folgen nun Außendämmung und neue Elektrik. Rund 3 Millionen Euro seien in den nächsten Jahren für die Sanierungsarbeiten in der Schule vorgesehen, sagt Sehm. Für die kleinsten Ziesaraner werden dieses Jahr neue Spielgeräte vor der Burg und auf dem Kitagelände aufgestellt.

Jüngst wurden überall in Ziesar und Ortsteilen Bäume verschnitten und manch kranke Bäume mussten gefällt werden. Fürs Zerkleinern der Äste mietete sich die Stadt einen Schredder. Erledigt werden die Arbeiten durch die drei Gemeindearbeiter. Eine schnelle "Eingreiftruppe", deren Arbeit im Ort sehr geschätzt wird.

Ebenso noch 2019 starten soll die Sanierung der Bahnhofstraße, der ersten Straße, für die es keine Städtebaufördermittel gibt, weil sie außerhalb des Sanierungsgebietes liegt. Der 1. Bauabschnitt soll Sehm zufolge im Juli starten – vornehmlich mit den Erdarbeiten. Im Frühjahr 2020 folgen dann neue Fußwege, eine Asphaltfahrbahn und Straßenlaternen.

In kleinen Baulosen soll auch der Friedhof schrittweise hergerichtet werden – mit der Instandsetzung der Mauer und dem Plastern von Wegen. Dazu solle zunächst eine Konzeption angefertigt werden, so der Bürgermeister.

Im April startet neben dem alten Gerätehaus ein Zusatzbau für die Feuerwehr, in dem nach der Übergabe zum Jahresende drei Fahrzeuge untergebracht werden können. Im Amtshaushalt sind dazu rund 600.000 Euro veranschlagt.

Für 2020 wünscht sich der Bürgermeister eine Umgestaltung des Schwemmpfuhls – einer früheren Löschwasserentnahmestelle – zur Naherholungsinsel mit Bänken. Rund 50.000 Euro sind veranschlagt, um das Wasserloch zu verkleinern, die Ränder zu befestigen und das Areal ansprechend zu begrünen. Ein Ziel für die kommenden Jahre ist auch das Anlegen eines Radweges, der entlang der früheren Eisenbahntrasse von Ziesar über den Ortsteil Bücknitz bis nach Rogäsen führen soll. Die Stadt will dazu das Grundstück erwerben, der Kreis soll den Weg bauen, so der Plan, der laut Sehm seit 20 Jahren verfolgt wird. Bereits entstanden sind in den letzten Jahren Radwege nach Paplitz, Schopsdorf und Görzke.  Ebenfalls noch auf dem langfristigen Investitionsplan stehen die Straßensanierungen von Mühlentor und Weinberg, darüber werde aber die nächste Stadtverordnetenversammlung befinden, die Ende Mai gewählt wird, so Sehm, der bei den Kommunalwahlen erneut antritt.

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