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Töpfermarkt
Von nützlich bis dekorativ

Sie hat für jedes Ei den passenden Eierbecher: Hannah Möbert aus Cottbus.
Sie hat für jedes Ei den passenden Eierbecher: Hannah Möbert aus Cottbus. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 27.04.2019, 07:45 Uhr
Görzke Seit 25 Jahren lockt der Töpfermarkt Liebhaber des irdenen Geschirrs nach Görzke. So auch in diesem Jahr. Tausende Besucher schlenderten die Breite Straße entlang und statteten der Jubiläumsauflage bei schönstem Frühlingswetter einen Besuch ab. Zeitweise gab es kaum noch ein durchkommen. Knapp 70 Verkaufsstände reihten sich beidseits der Straße dicht aneinander. Die aus ganz Deutschland angereisten Töpfer- und Keramikmeister überraschten mit neuen Formen, Motiven und Farbspielereien. Sie präsentierten Nützliches und Dekoratives zugleich. Mittendrin die einheimischen Betriebe und Berufskollegen aus dem Hohen Fläming.

Weil der Görzker Töpfermarkt jeweils am Osterwochenende stattfindet, gab es natürlich auch Ostereier in Hülle und Fülle. Mit Streifen, Punkten und Blüten verziert, einfarbig, für den Osterstrauß oder für das Osternest, winzig klein oder im XXL-Format.

Für das österliche Frühstücksei hatten einige Händler auch Eierbecher parat. Jeweils passend zu Tassen, Tellern, Schalen und Kannen.

Winzig kleine Eierbecherchen für Wachteleier waren jedoch nur bei Hannah Möbert aus Cottbus zu haben. Gut drei Jahre ist es mittlerweile her, dass ein Kunde genau danach verlangte. Seitdem gehören die kleinen Becherchen zur Produktpalette und sind nicht nur zu Ostern gefragt.

Nicht weit von ihrem Verkaufsstand entfernt saß auf der gegenüberliegenden Straßenseite Günter Heinrich aus Brandenburg an der Töpferscheibe. Obwohl er keine fertigen Waren zum Verkauf anbot, gehört auch sein Gesicht zum alljährlichen Töpfermarkt in Görzke. Vor den Augen der Marktbesucher und immer wieder dicht umringt präsentierte er das traditionelle Töpferhandwerk und zeigte wie Becher und Vasen auf der Töpferscheibe gedreht werden.

So vielfältig wie das Angebot an Formen und Farben, waren auch die Beweggründe, die die Menschen an den Osterfeiertagen zum Töpfermarkt nach Görzke strömen ließen. Während die einen von purer Einkaufslust getrieben waren, wollten andere Töpfern wie Günter Heinrich einmal bei der Arbeit zuschauen oder einfach nur bummeln.

Weitere Gewerke wurden auf dem Handwerkerhof präsentiert. Dort hatte auch Madita Große erstmals einen Verkaufsstand aufgebaut. "In den vergangenen Jahren war ich als Besucherin des Töpfermarktes hier", erzählt die Potsdamerin. Auf der Suche nach einem Ostermarkt für ihre Waren - Ostereier natürlich - fiel die Wahl auf Görzke. Aus ausgeblasenen Hühner- und Straußeneiern hat sie mittels der Wachsbossiertechnik kleine Kunstwerken entstehen lassen, die bewundert und natürlich gekauft werden.

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