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Kabinettssitzung
MHB-Studenten protestieren für ihre Hochschule

Das Land will die Medizinerausbildung in der Lausitz fördern. Die Neuruppiner Studenten fürchten, dass das zu Lasten der MHB geht (Archivbild).
Das Land will die Medizinerausbildung in der Lausitz fördern. Die Neuruppiner Studenten fürchten, dass das zu Lasten der MHB geht (Archivbild). © Foto: Anja Linckus
Markus Kluge / 07.05.2019, 12:21 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MOZ) Mit einem kreativem Überraschungsprotest von mindestens 100 Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) "Theodor Fontane" wird heute die brandenburgische Landesregierung zu ihrer Sitzung in Neuruppin begrüßt. Das kündigte am Montagabend Philine Krug von der Medizinstudierendeninitiative (MedSI) an.

Grund für den Protest der Studierenden vor der Kabinettssitzung in den Ruppiner Kliniken ist die Sorge um ihre Ausbildung. Ende April hatte die Landesregierung bekanntgeben, dass sie eine staatlich finanzierte Medizinerausbildung an der Brandenburg Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg einrichten will. Deren Ziel ist es ebenfalls, dem Ärztemangel in Brandenburg entgegen zu wirken, aber auch neue Arbeitsplätze in der Lausitz schaffen. Damit soll der Kohleausstieg, der viele Jobs kosten wird, abgemildert werden.

Die insgesamt rund 400 Studenten sowie die kommunal und gemeinnützig getragene MHB haben allerdings die Sorge, dass sich die Landesregierung dann auf die neue Medizinerausbildung in der Lausitz fokussiert. Hochschule und Studenten fordern daher ein Gesamtkonzept für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in ganz Brandenburg, in dem auch der Nordwesten Brandenburgs mit der MHB im gleichen Maße wie eine neue Fakultät in Cottbus unterstützt wird. Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Hochschule ist, hatte bereits angekündigt, dass er von "einem klaren und deutlichen Bekenntnis der Landesregierung zu den bislang bereits erbrachten und zukünftig noch zu erbringenden Leistungen der MHB" ausgeht.

Ihre Forderungen und Thesen wollen die angehenden Mediziner nicht nur Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit auf den Weg in die Sitzung geben, sondern allen Ministern, so Philine Krug. Die Studenten und ihre Unterstützer treffen sich um 12.30 Uhr vor dem Eingang des Hauptgebäudes der Ruppiner Kliniken.

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