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Bildung
Mehr Stunden für Schüler und spezielle Qualifizierung

Eine Schule für gemeinsames Lernen wird die Grundschule Am Dachsberg werden.
Eine Schule für gemeinsames Lernen wird die Grundschule Am Dachsberg werden. © Foto: Manuela Bohm
Manuela Bohm / 17.05.2019, 06:30 Uhr
Premnitz (MOZ) Lehrer müssen Schülern mit den verschiedensten Förderbedarfen gerecht werden. Um begabten und Kindern, die mehr Anschub brauchen, die richtige Förderung angedeihen zu lassen, braucht es personelle Unterstützung. Die bekommt die Dachsberg-Grundschule in Premnitz dank dem Programm "Schule für gemeinsames Lernen".

Kürzlich meldete das Land Brandenburg, dass weitere 30 Bildungseinrichtungen Schulen für gemeinsames Lernen werden. Eine davon ist die Grundschule Am Dachsberg in Premnitz. "Wir sind jetzt mit in das Programm des Landes aufgenommen, dass heißt aber nicht, dass wir sofort danach arbeiten können", sagt Jens Martin, Leiter der Grundschule Am Dachsberg in Premnitz. Einen Drei-Jahres-Plan gebe es. Im ersten Jahr gehe es vor allem um die Qualifizierung des Schulleiters und von Lehrern. Zudem  hat die Schule zusätzlich 30 Lehrerwochenstunden mehr für Förderung und Teilung ab dem Schuljahr 2019/2020. Mit den bereits bestehenden 41 Stunden können künftig drei Sonderpädagogische Kräfte eingesetzt werden. "Die Leute sind bereits da, befinden sich teils aber in der Qualifizierung", so Martin. Neben der Qualifizierung der Lehrkräfte sollen Schwerpunkte erkannt und weiterentwickelt werden. Dazu wird die Einrichtung am Schuljahresende eine Evaluation durchführen und diese im Sommer 2020 wiederholen.

Um Schule für gemeinsames Lernen zu werden und mehr Lehrerstunden freigegeben zu bekommen, reichte die Dachsberg-Schule ein Konzept ein. "In unserem Einzugsgebiet sind wir die einzige Grundschule. Ziel ist es alle Schüler ob mit Handicap oder Stärken aufnehmen zu können und dafür auch die richtige Ausstattung vorzuhalten, damit jeder Schüler die passende Förderung erhält", sagt der Schulleiter. Mit dem Anbau weiterer Horträume an der Südfassade wird auch ein Fahrstuhl eingerichtet. Dann ist die Schule auch barrierefrei zu erreichen.

Sieben Schulen im Schulamtsbereich Neurruppin nennen sich ab dem kommenden Schuljahr Schule für gemeinsames Lernen. Drei havelländische Einrichtungen erhielten diese Titel in diesem Jahr. Neben der Dachsberg-Schule ist dies die Geschwister-Schollschule in Rathenow und eine Oberschule in Falkensee. Ab dem kommenden Schuljahr arbeiten landesweit insgesamt 218 Schulen nach dem Konzept. Davon werden künftig rund 67.000 Schüler profitieren können. Im Doppelhaushalt des Landes für 2019/2020 sind dafür 25 Millionen Euro eingestellt um die 427 zusätzlichen Stellen zu finanzieren. In Schulen für gemeinsames Lernen werden Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf - insbesondere mit Unterstützungsbedarf beim Lernen, bei der Sprache, bei geistiger, körperlicher und emotionaler Entwicklung - gemeinsam unterrichtet, heißt es vom Bildungsministerium. Dabei werden auch spezielle Unterrichtsmaterialien eingesetzt - etwa zum Spracherwerb von Kinder mit Migrationshintergrund oder in Mathe.

Mit dem kommenden Schuljahr werden in Premnitz 400 Grundschüler von 25 Lehrkräften unterrichtet und einer pädagogischen Unterrichtshilfe begleitet.

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