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Fußball
Ein Foul-Elfmeter entscheidet das Stadtduell

Tackling vor der Trainerbank: Christian Lenz (in Blau) spürte das rechte Bein vom Alt Ruppiner Jan-Paul Platte. Über weite Strecken der auf Freitag vorgezogenen Partie neutralisierten sich die Mannschaften und kombinierten sich selten in den Strafraum.
Tackling vor der Trainerbank: Christian Lenz (in Blau) spürte das rechte Bein vom Alt Ruppiner Jan-Paul Platte. Über weite Strecken der auf Freitag vorgezogenen Partie neutralisierten sich die Mannschaften und kombinierten sich selten in den Strafraum. © Foto: Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 17.05.2019, 21:46 Uhr
Alt Ruppin Thomas Nowitzki avancierte am Freitagabend zum umjubelten Derby-Helden. Der Eintracht-Stürmer entschied mit seinem sicher verwandelten Foul-Elfmeter in der 73. Minute das Ruppiner Landesklasse-Derby. Alt Ruppin siegte vor einer Kulisse von 372 Zuschauern mit 1:0 gegen den SV Union Neuruppin und schob sich damit in der Tabelle um einen Punkt an die Gildenhaller heran.

Die Schlüsselszene: Unions Innenverteidiger Stefan Fechner hakte ungeschickt in die Füße von Alt Ruppins Jens Schmidt ein. Der Stürmer ging zu Boden. Elfmeter. Thomas Nowitzki wuchtete die Kugel mit dem rechten Fuß platziert ins Eck. Für Schlussmann Steffen Klatte, der die richtige Ecke gewählt hatte, war kein Drankommen. Jubel. Ekstase im Alt Ruppiner Fanlager.

Anschließend warfen die Gäste alles nach vorn, machten Druck, kamen aber nicht zwingend zum Abschluss. Aber sie hätten in der Nachspielzeit ebenso einen Elfmeter bekommen müssen. Nach einem klaren Stoßen von Philipp Wolff an Lars Pickert blieb die Pfeife vom jungen Schiri Nick Hagenbach (Altlüdersdorf), der ansonsten mit einer sehr souveränen Spielleitung glänzte, stumm. Großer Ärger auf Unioner Seite. So blieb es beim knappen Erfolg der Heimelf.

Unions Trainer Stephan Elfeldt befand: "Für eine Dummheit gab es die Strafe. Ansonsten ist es eigentlich ein typischen 0:0-Spiel." Er sah sein Team im ersten Durchgang abgezockt und unbeeindruckt von der Alt Ruppiner Fan-Akustik. "In der Nachspielzeit ist es dann ein glasklarer Elfmeter, den sich der Schiri wohl nicht traut, so spät zu geben. Mit einem 1:1 wäre es ein gerechtes Ergebnis gewesen."

Ein glücklicher Alt Ruppiner Coach Daniel Kraatz erklärte: "Heute hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Der Elfmeter war ein Geschenk. Wir haben gewonnen und sind happy." Er sah seine Mannschaft im ersten Durchgang mit leicht optischen Vorteilen, hintenraus jedoch von den Gästen in die Defensive gedrängt.

Insgesamt war das Ruppiner Derby ohne große Höhepunkte, ohne Kreativität auf beiden Seiten. Beide Torhüter mussten nie ernsthaft eingreifen. Im ersten Durchgang hatte Unions Markus Filarski per Heber die beste Chance (7.). Die Spannung täuschte über viel Leerlauf hinweg.

Alt Ruppin: Fischer - Patrick Horn, Philipp Wolff, Dargelis, Pritzkow, Platte (90.+1 Krüger), Schulz, Andy Horn, Schmidt (74. Koop), Nowitzki

Union: Klatte - Krahl (78. Jaworek), Fechner, Dustin Wolter, Steinke, Steven Wolter, Neumann (84. Pickert), Miessner, Lenz (78. Nana), Wornest, Filarski

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