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Kommunalwahl
FDP setzt auf Bürgernähe und intakte Verwaltung

Kämpfen für eine eigene Fraktion: Stephan von Hundelshausen (Kreistag FDP-Spitzenkandidat), Bernd Gotthardt, Wencke Jäger, Jürgen Jäger und Eberhardt Feige (von links).
Kämpfen für eine eigene Fraktion: Stephan von Hundelshausen (Kreistag FDP-Spitzenkandidat), Bernd Gotthardt, Wencke Jäger, Jürgen Jäger und Eberhardt Feige (von links). © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 18.05.2019, 15:17 Uhr
Zehdenick (MOZ) Auch in Zehdenick vermögen politische Kräfte mehr zu bewirken, wenn sie einen Fraktionsstatus inne haben – für die FDP der Havelstadt geht es daher vor allem darum, bei den bevorstehenden Kommunalwahlen, diesen Status zu erringen, indem mehrere Freie Demokraten in den Stadtrat einziehen.

Das betonte der Vorsitzende des Ortsverbandes der FDP in Zehdenick, Jürgen Jäger, während eines Pressegespräches am Donnerstagabend. Vorgestellt und erläutert wurde von den Freien Demokraten das Wahlprogramm. Ganz oben auf der Agenda steht auch für die FDP das Thema Gas bohren.

"Wir waren eine der ersten politischen Kräfte in der Havelstadt, die den Dialog mit den Menschen der Bürgerinitiative gegen das Gasbohren suchten", erklärt Jürgen Jäger. So sei man inzwischen auch mit Ralph Riesenberg in Kontakt, dem Zehdenicker Gewerbetreibenden, der frühzeitig gegen die Erdgassuche von Jasper Resources Stellung bezog. Bernd Gotthardt, FDP-Mitglied aus Klein-Mutz, merkt an, es gehe zweifellos um den Schutz der Bürger, Landschaft und des Tourismus vor der Erdgas-Industrie, sprich um Lebensqualität. FDP-Kreistagsabgeordneter Eberhardt Feige fügt hinzu, inzwischen müsse man mit Blick auf die Windräder und Solarparks ein "geschundenes Land" beklagen. In Groß-Dölln stehe bekanntlich eine der europaweit größten Solaranlagen. Da müsse man nicht auch noch nach Erdgas bohren, so Feige. Der Kreistags-Spitzenkandidat für die FDP, Stephan von Hundelshausen, warnte vor der Erdgas verarbeitenden Industrie, die sich in der Region ansiedeln würde und plädierte für die neue Technologie der Windgas-Gewinnung.

Die FDP Zehdenick zeigt sich außerdem zufrieden, dass die vier Bürgermeister-Kandidaten versichern, "die Arbeit der Stadtverwaltung zu verbessern". Da sei vieles derzeit im Argen.  Man denke an den Investitionsstau etwa beim Schaffen von Kita-Plätzen, dem Umzug der Havelland-Grundschule oder der Situation mit der neuen Festhalle ("entweder Konzept oder sofort Abriss"). Andererseits gab es Ende 2018 Haushaltsreste in Höhe von mehr als vier Millionen Euro. "Ein Unding auch, dass der Finanzplan erst vor zwei Wochen verabschiedet wurde", ärgert sich Feige. Zudem sollte es in Sachen Bürgernähe, in den Ortsteilen eine mobile Beratung der Stadtverwaltung geben. Zu unterstützen seien die Ortsbeiräte, und die Gemeindearbeiter sollten weiter beschäftigt werden.

Ein Augenmerk habe die FDP zudem auf freiwillige Aufgaben der Kommune: Die Klosterscheune sei finanziell zu unterstützen, ebenso die Vereine, die Stadtbücherei müsse erhalten werden.

Stark will sich die FDP für den Ausbau der Radwege von Zehdenick nach Gransee sowie von Bergsdorf nach Klein-Mutz machen. Für die Instandhaltung des Zehdenicker Abschnittes des Radweges Berlin-Kopenhagen wolle man sich ebenfalls stark machen. Verbessert werden müssten die Busverbindungen zu den Dörfern für alte Leute. "Da sollte über eine Lösung wie beim Bürgerbus Gransee nachgedacht werden", so Jürgen Jäger.

FDP in Nord-Oberhavel

Im Norden hat die FPD den Häsener Stephan von Hundelshausen zum Kandidaten für den Kreistag gewählt. An seiner Seite stehen Zehdenicks Stadtverordneter Eberhardt Feige und der Liebenwalder Ortsbeirat Roland Simon.

Der Zehdenicker FDP-Politiker Jürgen Jäger ist inzwischen auch Mitglied des Kreisvorstandes seiner Partei. Gewählt wurde er im Januar zu einem Beisitzer.

Die FDP engagiert sich derzeit mangels Fraktionsstatus in einer Kooperation  mit Wählergemeinschaften (WG) wie der WG "Tonstichlandschaft" (TSF).⇥pilz

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