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Um das grüne Wandlitz und die "große Liebe" ging es am Sonntag im und am Barnim Panorama.

Feste
"Blüh-Pralinen" für’s Maisfeld

Kai-Uwe Krakau / 19.05.2019, 21:00 Uhr - Aktualisiert 20.05.2019, 11:46
Wandlitz (MOZ) Das Wetter hätte kaum besser sein können – bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zog das diesjährige Museumsfest wieder zahlreiche Besucher aus der Region aus. "Vor allem für die Kinder ist das hier einfach toll", fand Silke Burmeister. Die junge Frau war mit Mann Frank und den beiden Zwillingen Max und Marcel aus Berlin in den alten Wandlitzer Dorfkern gekommen. Den Jungen hatte es hauptsächlich die landwirtschaftliche Technik angetan. "So etwas bekommt man doch kaum noch zu sehen", so die Berlinerin.

Heiko Schult war für die erstmals veranstaltete Pflanzentauschbörse verantwortlich. "Das Geschäft läuft", meinte der junge Mann scherzhaft. An einem Blumemglücksrad waren Setzlinge und Samentütchen zu gewinnen. Für die erst seit zwei Monaten aktive Bürgerinitiative Artenschutz Wandlitz warb Annette Brenken. "Wir haben schon einen Insektenwiese angelegt", berichtete sie. Unterstützung am Stand gab es durch Sylvia Wolff. Die NABU-Frau hatte nicht nur Unterschriftenlisten für die Volksinitiative Artenvielfalt dabei, sondern konnte auch viele Fragen der Gäste rund um den Schutz der Insekten beantworten.

Wandlitz hatte zum Internationalen Museumstag sein Museumsfest gelegt. Strahlender Sonnenschein und um die Mittagszeit füllte sich der Festplatz. Es gab von der Bratwurst bis zum Fischbrötchen viele schmackhafte Speisen und Getränke. Handwerker zeigten ihre Erzeugnisse und auch wie man sie herstellt.
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Internationaler Museumstag

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Die Jägerschaft Wandlitz/Klosterfelde/Stolzenhagen hatte einige ausgestopfte Tiere des Waldes sowie Fellproben von Dachs, Rehwild & Co. mitgebracht. "Wir wollen vor allem mit den Besuchern ins Gespräch kommen", sagte die Vorsitzende der Wandlitzer Jägerschaft, Birgit Großmann. Da immer mehr Menschen in den Ort ziehen und viel gebaut werde, gebe es durchaus einige Probleme. "Die Tiere waren eben schon früher da", so Birgit Großmann. Aus Sand, Lehm und Saatgut konnten am Jägerschafts-Stand auch "Blüh-Pralinen" hergestellt werden. Am Rand eines Maisfeldes abgelegt, dienen die Pflanzen später als Nahrung für Bienen und Hummeln.

Alte Landmaschinen bewundert

Die neunjährige Shirley aus Frankfurt (Oder) versuchte sich beim Grünholz-Drechseln der Berliner Forsten. "Man braucht schon Kraft, aber es macht viel Spaß", befand die Schülerin. "Wir wollten zeigen, wie das früher gemacht wurde", berichtete Hartmut Quandt von den Berliner Forsten. Ein paar Meter weiter bot Felix Schmidt aus Schönholz seine Gebrauchsgegenstände, wie Löffel, aus Holz an. Ein Anziehungspunkt auf der Wiese waren die landwirtschaftlichen Maschinen wie der Deutz D 40.1, Baujahr 1960, oder der T 150 K aus dem russischen Charkow. Viele Zapfen, Kastanien und Eicheln hatte Heike Fiebig vom Waldsolarheim Eberswalde mitgebracht. "Damit kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen und basteln, was man möchte", so die junge Frau.

Für das leibliche Wohl der vielen Gäste sorgten verschiedene Stände – selbstgebackenen Kuchen gab es aber nur bei den Frauen des Weltladens. "So zehn verschiedene Sorten haben wir schon dabei", sagte Brigitte Jährling. Dazu gab es natürlich duftenden Kaffee aus dem Angebot der Initiative und eine kleine Auswahl an Produkten, die sonst am Bahnhof Wandlitzsee vertrieben werden.

Zahlreiche Besucher nutzten das Museumsfest auch, um sich die aktuelle Sonderausstellung "Die große Liebe. Mehr als ein Gefühl" anzuschauen. In diesem Zusammenhang sind auch einige frisch restaurierte Objekte aus den Sammlungen zu sehen wie beispielsweise eine Kutsche, ein Bauernschrank aus dem 18. Jahrhundert sowie Gemälde und Kastenbilder. Passend zur Exposition spielten die Bands des Gymnasiums Wandlitz und der Oberschule Klosterfelde bekannte Popsongs, in denen es um die Liebe geht. Beim musikalischen Programm waren auch "Moto" und der Chor "Jubilate" mit dabei.

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