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Puhdy Peter Meyer begeistert im Café Kleinschmidt. Dabei nimmt er das Publikum mit seiner Formation mit auf eine musikalische Zeitreise.

Konzert
Rockerrente kann warten

Treff der Generationen: Frank Proft, Melanie Thron, Sandra Große und Peter Meyer (v. l.) wussten im Eberswalder Café Kleinschmidt zu begeistern.
Treff der Generationen: Frank Proft, Melanie Thron, Sandra Große und Peter Meyer (v. l.) wussten im Eberswalder Café Kleinschmidt zu begeistern. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 21.05.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 21.05.2019, 09:02
Eberswalde Sind wir zur richtigen Veranstaltung gekommen?", werden sich einige der rund 70 Besucher des Konzertes am Sonntagabend im Café Kleinschmidt an der Eisenbahnstraße gefragt haben. Angekündigt war nämlich Peter Meyer, Saxophonist und Keyboarder  der legendären Puhdys.

Aber auch "Über sieben Brücken", das Musiker Frank Proft zu Beginn anstimmte, schickte er die Zuhörer auf eine Zeitreise in die Jugend. Bevor Ur-Puhdy Peter "eingehängt" Meyer dann die Bühne betrat, folgten mit Citys "Am Fenster" und "Kling Klang" von Keimzeit weitere Hits, die das Publikum sofort in Stimmung versetzten und zum Mitsingen anregten. Die meisten erwiesen sich als ziemlich textsicher.

Frank Proft ist seit der Kindheit ein Fan der Puhdys. Es sei ein Traum, heute mit einem echten Bandmitglied der Kultband spielen zu dürfen, so der Sänger und Gitarrist. Und da ging es Melanie Thron und Sandra Große nicht anders. Auch sie gehören zur aktuellen Verstärkung von Peter Meyer. 2019 sind insgesamt 50 Konzerte angesetzt.

Musik hält offenbar jung, denn immerhin darf sich Peter Meyer im kommenden Jahr auf seinen 80. Geburtstag freuen. Aber von Bühnenmüdigkeit keine Spur. Die früher besungene Rockerrente kann warten. Und den Spaß am Musizieren sieht man dem Altrocker an. "Ich habe in meinem Leben noch nie Langeweile gehabt", verrät er und verweist mit einem verschmitzten Augenzwinkern darauf, dass er gern vorm Fernseher sitze. Im Laufe des Abends blieb dann keiner der großen Erfolge der Puhdys aus. Ob "Geh zu ihr" "Wenn ein Mensch lebt" aus dem Film Paul und Paula, "Das Buch" oder "Rockerrente". Jeder Titel zündete und es gab kein Halten in den Reihen.

"Wir haben früher alles von den Puhdys gehört", schwärmte Steffi Erdmann aus Eberswalde, die mit ihrem Mann Mario gekommen war. Und auch Mario Korbik schwelgte in Erinnerungen. "Alt wie ein Baum" sei einer seiner Lieblingstitel, so der Britzer.

Purple Schulz als Türöffner

Den Beginn der großen Namen im Kleinschmidt läutete Purple Schulz vor drei Jahren ein. "Er war der Türöffner", so Christian Günther. Seither ist das Kleinschmidt auf bestem Wege sich zu einem Geheimtipp für den einen oder anderen namhaften Künstler zu entwickeln. 2018 gab u. a. Max Prosa eine Vorstellung in kleiner Runde. "Man muss als Künstler dieser Größenordnung schon sehr viel Enthusiasmus mitbringen, um in einem so ungewöhnlich kleinen Rahmen aufzutreten", glaubt Günther.

"Wenn wir alles zu einem Minikonzertsaal umbauen, passen immerhin fast 100 Gäste rein", erklärte der Café-Inhaber. "Unglaublich!", beschrieb er die Zusage von Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), der am 17. November ein Solokonzert am Klavier geben wird. Es werden die Stücke seines aktuellen Albums "Ein Mann, sein Klavier und ihr" vorgestellt. Die geplanten zwei Konzerte sind schon fast ausverkauft. Es sind nur noch Restkarten zu haben. Und auch für 2020 sind die musikalischen Aussichten gut. Jan Plewka, der Frontmann von Selig! hat sich angesagt.

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