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zum rot-roten Umweltschutz
Vor der eigenen Tür kehren

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: MOZ/Gerd Markert
Meinung
Mathias Hausding / 21.05.2019, 20:10 Uhr - Aktualisiert 21.05.2019, 20:12
Potsdam (MOZ) Das ist wirklich typisch Rot-Rot in Brandenburg: Im Forderungen an andere stellen sind SPD und Linkspartei ganz groß.

Der Bund möge das tun, die Kommunen sollten jenes unternehmen. Aber die Landesregierung selbst nimmt sich wo es nur geht aus der Verantwortung. Frühkindliche Bildung, sozialer Wohnungsbau, Pflege – immer wieder zeigt die Koalition mit dem Finger auf andere Akteure. Und lässt die eigenen Hausaufgaben jahrelang liegen.

Mit dem Antrag zur Verringerung des Plastikmülls treibt Rot-Rot dieses Spiel nun auf die Spitze. Der Bund solle Mehrwegverpackungen fördern und am Verbot von Mikroplastik in Kosmetika arbeiten. Auch die Kommunen sollen sich bewegen. Aber knöpft sich Rot-Rot endlich die märkischen Spargelbauern und ihre unsäglichen Folien vor? Nein, da gibt es natürlich gute Gründe, diese Umweltverschmutzung weiterhin zu dulden. SPD-Fraktionschef Mike Bischoff scheute sich nicht, das Totschlagargument aller Reformverweigerer zu bringen: Schränkt man die Foliennutzung ein, werde mehr Spargel aus dem Ausland importiert, sagte er. Ob er damit richtig liegt, dürfte weder zu beweisen noch zu widerlegen sein. Klar ist: Wer von anderen mehr Umweltschutz verlangt, sollte auch vor der eigenen Haustür kehren.

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