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Sonnenschein, Heimspiel und ein Gegner, der als Landesklasse-Absteiger feststeht – den Dreier hatte man in Wandlitz schon gebucht. Aber es kam anders.

Fußball
Eintracht fehlt die Einstellung

Musste in Hälfte zwei verletzt vom Platz:  Eintrachts Kapitän Paul Roller (rechts), hier im Luftkampf mit dem Pinnower Kevin Wilke
Musste in Hälfte zwei verletzt vom Platz:  Eintrachts Kapitän Paul Roller (rechts), hier im Luftkampf mit dem Pinnower Kevin Wilke © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 22.05.2019, 05:15 Uhr
Wandlitz (MOZ) Am Ende stand eine verdiente 1:2-Niederlage des Gastgebers Eintracht Wandlitz gegen den SV Pinnow auf dem Spielberichtsbogen. Das Erreichen des Klassenerhaltes gelang nur, weil die Konkurrenz ebenfalls patzte.

Eintracht-Trainer Matthias Händler fehlten nach Spielende die Worte: "Ich bin mehr als enttäuscht. Solche Spiele sind eine Frage der Einstellung und diese hat uns über die gesamte Spielzeit gefehlt. Pinnow hat mit Leidenschaft gekämpft und sich den Sieg absolut verdient."

Dabei hatten seine Jungs zunächst alles im Griff. Pinnow hingegen begann stark verunsichert mit qualitativen Defiziten in der Abwehr und kam in den Anfangsminuten schon einige Male mächtig ins Schwimmen. Doch Paul Roller und seine Offensiv-Kollegen konnten kein Kapital daraus ziehen. Besser machten es die Gäste, die vornehmlich mit langen Bällen ihr Heil im Angriff suchten und mit dem ersten Versuch auch gleich das 0:1 erzielten. Dabei war der Ball ewig in der Luft, Patrick Höfert lenkte vollkommen freistehend das Spielgerät per Kopf ins Netz (12.).

Einige Wandlitzer, verunsichert und mit ordentlich Frustpotential, kratzten schon am Platzverweis. Es war nun eine unansehnliche Begegnung mit wenig Torchancen, von denen Eintracht zwar die besseren hatte, aber keine verwandeln konnte.

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Wandlitzer Auftritt nicht viel. Ein Eckball von der rechten Seite brachte den erhofften Ausgleich. Der Ball segelte durch den kompletten Strafraum und landete bei Eintrachts Marcel Petrahn, der mit seinem unhaltbaren Schuss die Hoffnung auf eine Wende einleitete (52.).

Als Paul Roller verletzt runter musste und Wandlitz damit scheinbar noch abgelenkt war, schlug Pinnow wiederholt zu. Den Wandlitzer Ballverlust im Mittelfeld münzten die Gäste in einen Konter um, den Tom Schwertner vielumjubelt per Einschlag im gegnerischen Kasten zu Ende führte (57.).

Pinnow hatte Blut gelegt und kam in der Schlussviertelstunde noch zu einigen sehr guten Möglichkeiten. Am Ende der vierminütigen Nachspielzeit jubelte das Gästeteam, als hätte es den eigenen Abstieg verhindert. "Ich bin schon sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben mit viel Leidenschaft gekämpft und verdient gewonnen. Leider ist unser Kader recht klein. Mit dieser Einstellung und mehr Personal wären wir vielleicht nicht abgestiegen", überlegte Pinnows Trainer David Schrödter.

Formkurve mit starken Ausschlägen

Von Platz 1 bis 14 war bei den Wandlitzern in dieser Saison alles dabei. Trainer Matthias Händler hatte vor der Saison eine neue Mannschaft geformt und viele junge Spieler integriert. Konstanz sieht dann manchmal eben anders aus. Am achten Spieltag lag die Eintracht auf Platz 14 und viele fürchteten schon um den Klassenerhalt. Der ist jetzt jedoch gesichert.

Das Restprogramm der Wandlitzer hat es allerdings in sich: Am 1. Juni geht es zum Birkenwerder BC (4. Platz/47 Punkte). Zum letzten Heimspiel empfanden die Barnimer den FC Grünow (8./36) am 15. Juni, bevor es am 22. Juni zum Auswärtsspiel beim Schönower SV (3./49) geht. ⇥bag

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