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Zugverkehr
Millionenspritze für 150 Brandenburger Bahnhöfe

Pendler am Hauptbahnhof Frankfurt (Oder): Der Bahnhof gehört zu 150 Brandenburger Bahnhöfen, die in Brandenburg von der Deutschen Bahn bis 2029 ausgebaut werden sollen.
Pendler am Hauptbahnhof Frankfurt (Oder): Der Bahnhof gehört zu 150 Brandenburger Bahnhöfen, die in Brandenburg von der Deutschen Bahn bis 2029 ausgebaut werden sollen. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Mathias Hausding / 23.05.2019, 20:15 Uhr - Aktualisiert 24.05.2019, 08:45
Potsdam (MOZ) Mehr Barrierefreiheit, bessere Infotafeln, zusätzliche Sitzplätze und in manchen Fällen eine Komplettsanierung - nach Jahren der Vernachlässigung wollen das Land und die Deutsche Bahn 150 märkische Bahnhöfe auf Vordermann bringen.

Darüber haben beide Seiten am Donnerstag einen auf zehn Jahre ausgelegten Vertrag abgeschlossen. 102 Millionen Euro sollen von der Bahn fließen, 68 Millionen vom Land.

Die Vorhaben sind in drei Zeitabschnitte gegliedert. Die Grunderneuerung der Bahnhöfe in Eisenhüttenstadt und Bernau zum Beispiel hat Priorität A und soll bis 2022 abgeschlossen sein. In Eisenhüttenstadt wird auch der Bahnsteig verlängert, um künftig längere Züge halten lassen zu können. Ebenfalls höchste Priorität hat die Schaffung von Barrierefreiheit etwa in Oranienburg und Angermünde. Im Zeitfenster B, also bis 2025, sind Verbesserungen unter anderem in Strausberg und Joachimsthal geplant. Länger auf eine Modernisierung warten müssen die Reisenden zum Beispiel in Neuzelle oder Borgsdorf. Dort soll sich zwischen 2026 und 2028 etwas tun.

Mit dem langfristigen Vertrag will man Planungssicherheit auch für Baufirmen schaffen. Jeanette Winter, Regionalchefin von DB Station & Service, sagte, dass man bei den Arbeiten auf langjährige Partner baue. Sie räumte aber ein, dass eine Überlastung der Betriebe auch zu Verzögerungen führen könne.

Der Bahnvorstand für Infrastruktur Ronald Pofalla gestand Versäumnisse des Konzerns ein. "Der Vorstand ist zur Erkenntnis gelangt, dass deutlich mehr gemacht werden muss", sagte er. "Die Bahn hat gegenüber Brandenburg eine hohe Verantwortung. Wenn ich mir die Pendlerverkehre anschaue, dann besteht hier großer Bedarf. Deshalb handeln wir jetzt", betonte er mit Verweis auf diverse Projekte. Der frühere CDU-Kanzleramtsministerin lobte das Engagement von SPD-Verkehrsministerin Kathrin Schneider: "Ohne ihre hartnäckigen Interventionen beim Bund hätten wir jetzt vereinbarte Verbesserungen nie bekommen."

Welche Bahnhöfe sollen modernisiert werden?

Zu den ausgewählten Bahnhöfen gehören unter anderen die Bahnhöfe in Frankfurt (Oder), Neuruppin West, Neuzelle, Oranienburg, Prenzlau, Strausberg, Velten, Zepernick, Alt Hüttendorf, Altranft, Bernau, Borgsdorf, Birkenwerder, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Erkner, Finkenheerd und Finkenkrug, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf sowie Joachimsthal. Die Modernisierungen reichen von der Bahnsteigerneuerung über den Austausch des Aufzugs bis zur Erneuerung der Empfangshalle.

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