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Eingeweiht
Elisabethhaus ist ein Gewinn für die Region

Erhard Herrmann / 23.05.2019, 13:25 Uhr
Lehnin .Vierzehn Monate nach Beginn der Arbeiten wurde das von Grund auf sanierte Elisabethhaus in dieser Woche eingeweiht. Für Lehnin und das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin ein wichtiger Schritt. "Ein gutes Stück Brandenburg wurde saniert. Damit nimmt das Projekt ‚Zentrum Kloster Lehnin’ mit einem klaren Konzept für die Zukunft konkrete Formen an", betonte Pfarrer und Theologischer Vorstand Matthias Blume.

Nach der Andacht von Bischof Markus Tröge, den Grußworten u. a. von Jörg Vogelsänger, Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, fand die Schlüsselübergabe durch den Architekten Peter Berger statt. "Von den erweiterten Nutzungsmöglichkeiten des Hauses wird die gesamte Region profitieren. Die Sanierung wird den Ort noch attraktiver für Besucher machen", so Minister Vogelsänger. Das Diakonissenhaus wirbt mit Meditation, Regeneration und Entschleunigung, die der Gast dort inmitten historischer Bauten finden kann.

Seit mehr als 600 Jahren ist das Elisabethhaus ein prägendes Gebäude am Amtshof und galt als sanierungsbedürftig. Besonders dort, wie auch an anderen historischen Gebäuden auf dem Klosterareal, gab es massive Feuchtigkeitsschäden. Der letzte Umbau für das Luise-Henrietten-Stift erfolgte ab 1913. "Wir konnten da weitermachen, wo die Bauleute vor 100 Jahren aufgehört hatten. Die Bausubstanz entsprach teilweise genau diesem uralten Stand", erklärte Architekt Peter Berger. Das Gebäude wurde von Grund auf saniert und trocken gelegt. "Erhalt durch Nutzung. Wir haben trotz der Schäden versucht, von der historischen Architektur so viel wie möglich aufzugreifen. Das ist uns dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, 33 Firmen und acht Behörden gut gelungen", betonte Pfarrer Blume.

Empfangen werden die Gäste nach dem Umbau an der hellen und modernen Rezeption. Für Veranstaltungen und Tagungen stehen der Festsaal "Kurfürstin Luise-Henriette" sowie die Seminarräume "Großer Kurfürst" und "Markgraf Otto I." zur Verfügung. Die Inneneinrichtung wurde ebenfalls modernisiert und dem Standard eines 3-Sterne-Hotels mit den entsprechenden Serviceeinrichtungen angepasst. Aus den spartanischen Internatskammern im Obergeschoss wurden 16 komfortable Gästezimmer mit 29 Betten. Früher waren es die Übernachtungsplätze für die Diakonissen und Internatsschülerinnen, die sich Dusche und Toiletten teilten. Nun wird jedes zweite frühere Internatszimmer zu einem privaten Badezimmer für einen Gast. Das "Zentrum Kloster Lehnin" wird mit dem sanierten Elisabethhaus ab 2019 über 51 Gästezimmer verfügen. Das Evangelische Diakonissenhaus zählt pro Jahr eigenen Angaben nach 7500 Übernachtungen.

Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium förderte das Projekt mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 2,4 Millionen Euro mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem LEADER Programm/ Ländliche Entwicklung, das aus dem EU-Agrarfonds ELER und nationalen Mitteln finanziert wird. Weitere Fördermittel stellten das Wissenschaftsministerium sowie der Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Verfügung.

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