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Wohnungsbau
Investor werden Falschaussagen vorgeworfen

Rätselraten um Bauprojekt in Veltens Bahnstraße.
Rätselraten um Bauprojekt in Veltens Bahnstraße. © Foto: Mandy Oys
Roland Becker / 23.05.2019, 17:28 Uhr
Velten (MOZ) Der Vorwurf des Immobilienunternehmers Felix Schröder, dass ihm verwehrt worden sei, ein Wohnhaus für 40 Mietparteien in Velten zu bauen, zieht weitere Kreise. Die Stadt Velten und der Landkreis Oberhavel weisen die Behauptungen des Investors mit Nachdruck zurück.

Schröders Pressesprecher Georg Lamerz hatte gegenüber dieser Zeitung dem Veltener Rathaus vorgeworfen, das Bauvorhaben abzulehnen. Außerdem sagte Lamerz dieser Zeitung, dass der Bauantrag zuletzt im April dieses Jahres abgelehnt worden sei. Mit diesen Vorwürfen hat sich Schröder nun per Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt, unter anderem über das kostenpflichtige Presseportal des Berliner Tagesspiegels. Der Kreis stellte nun klar, dass es nie einen Bauantrag gegeben habe. "Es gab eine Bauvoranfrage. Die wurde aber schon im März 2018 negativ beschieden", sagte Kreissprecherin Irina Schmidt. Ein daraufhin vom Investor eingelegter Widerspruch sei später von diesem zurückgenommen worden. Die Entscheidung vom 18. April 2019 habe sich nur darauf bezogen, dass der Widerspruch gegen den Kostenbescheid für die Bauvoranfrage abgelehnt worden sei.

Rätsel um Firmennamen

Verwunderung rufen auch die agierenden Firmennamen hervor. Auf Nachfrage hatte Schröders Pressesprecher keinen Firmennamen nennen können. Die Bauvoranfrage wurde laut Stadt und Kreis von der FAS Velten Bauprojekt GmbH i.G. eines Amin El Gendi gestellt. In der auf dem Tagesspiegel-Portal veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, dass für den Text die Melan Immobilien GmbH verantwortlich ist. Im Internet taucht als deren Geschäftsführer immer wieder Felix Schröder auf. "Dass die Falschmeldungen ein Jahr nach einem negativ beschiedenen Vorbescheid und nur drei Tage vor der Kommunalwahl lanciert werden, ist sicher kein Zufall", reagierte Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) auf die Vorwürfe. Die Stadt habe sich gegenüber dem Unternehmen "stets gesprächsbereit und lösungsorientiert" gezeigt. "Alle Wünsche eines Immobilienunternehmens uneingeschränkt zu realisieren, ist aber nicht Aufgabe einer Kommune", so die Bürgermeisterin. "Unser Handeln steht im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger, die Anspruch auf eine durchdachte, behutsame und nachhaltige Entwicklung ihrer Heimatstadt haben. Wir freuen uns, wenn es in Velten mehr Wohnraum gibt – aber nicht um jeden Preis. Wachstum muss vernünftig gesteuert werden."

Hübner erklärte, das für mehr Wohnraum in Velten viel getan werde. Etwa 800 Wohneinheiten sollen ihren Angaben zufolge in den kommenden Jahren auf der Freifläche an der Nauener Straße entstehen. Auf dem Gelände des ehemaligen Johannesstifts soll neues Bauland entstehen.

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