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Abschied
Kämmerin Christa Schönsee blickt zurück

In sechs Tagen ist Schluss: Kämmerin Christa Schönsee
In sechs Tagen ist Schluss: Kämmerin Christa Schönsee © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 24.05.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 25.05.2019, 11:06
Bad Saarow (MOZ) Nach 25 Jahren als Kämmerin des Amtes Scharmützelsee geht Christa Schönsee in Ruhestand.

Ihr Nachfolger André Förster ist bereits seit Februar zur Einarbeitung im Haus, und am Mittwoch ist nun tatsächlich Schluss. Christa Schönsee, die Kämmerin des Amtes Scharmützelsee, räumt ihren Schreibtisch, der sich seit 1994 im Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes in der Bad Saarower Forsthausstraße befand. Kurz nach ihrem 63. Geburtstag geht sie in Ruhestand.

Ein Vierteljahrhundert lang war sie verantwortlich für die Finanzen des Amtes und seiner Gemeinden. Das waren anfangs neun, seit der Gemeindegebietsreform Anfang der 2000er-Jahre sind es immerhin noch fünf. Die Erstellung der Unterlagen sei durch die Zusammenschlüsse einfacher geworden, statt zehn Haushaltsdokumenten seien seitdem nur noch sechs nötig, sagt sie. Aber ein grundsätzliches Problem sei geblieben. "Das Geld war immer recht knapp. Einen ausgeglichenen Haushalt zu erstellen, war oft schwer."

Vortrag mit ruhiger Stimme

In der Öffentlichkeit stand Christa Schönsee stets vor allem in der ersten Jahreshälfte, wenn sie in den Gemeindevertretungen ihre Haushaltsentwürfe vortrug, immer mit ruhiger Stimme, stets darauf bedacht, nicht zu schnell zu sprechen, damit niemand den Überblick verlor, wenn es kompliziert wurde mit den vielen Zahlen. Als trocken empfand sie ihre Arbeit mit den Finanzen nie. "Das Spannende ist, dass in der Kämmerei alles zusammenläuft. Man bildet die Entwicklung der Kommune in Zahlen ab und ist über alles aus den anderen Fachbereichen informiert", sagt sie.

In ihren letzten Arbeitsjahren musste Christa Schönsee die Umstellung auf doppische Haushaltsführung organisieren, inklusive der Erstellung der Eröffnungsbilanzen. Die Überstunden, die dabei anfielen, habe sie nie gezählt, sagt sie. Im Ruhestand will sie sich all dem widmen, was bisher auf der Strecke geblieben ist. Die Familie mit zahlreichen Enkelkindern, Reisen und Hobbys nennt sie als Stichworte. "Mein Tag wird ausgefüllt sein."

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