Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Medizin
Neue Konzepte zur Genesung

In der Pflegezentrale: Krankenschwester Heike Krüger ist Ansprechpartnerin für die Patienten.
In der Pflegezentrale: Krankenschwester Heike Krüger ist Ansprechpartnerin für die Patienten. © Foto: Holger Rudolph
Holger Rudolph / 24.05.2019, 06:00 Uhr
Rheinsberg Einen Doppelschritt auf dem Weg in die Zukunft ging am Mittwochnachmittag die Rehabilitationsklinik Rheinsberg-Hohenelse der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg (DRV BB). Mit einem Teil der Belegschaft sowie geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung feierte die Klinik die Übergabe der neuen Pflegezentrale sowie des Fitness-Parcours.

Verwaltungsleiter Steffen Zillmer freute sich, dass die Ideen zu diesen Projekten auch aus der Belegschaft stammten. Halbjährlich würden die mehr als 100 Mitarbeiter bei speziellen Versammlungen befragt, wie sie die Klinik einschätzten und welche Veränderungen sie sich wünschten. Der ärztliche Direktor Dr. Michael Schäfer ist seit Jahresanfang in Hohenelse tätig. Er lobte, dass es nun in der Klinik die moderne Pflegezentrale gibt. Statt sieben Stationen, die noch 1997 vorhanden waren, und zuletzt zwei Stationen, gibt es ab sofort eine einzige Zentrale, an die sich die Reha-Patienten mit ihren Anliegen wenden können. Dort befinden sich auch die Patienten-Dokumentation, das Dienstzimmer sowie die Notfallversorgung. Die Arbeit werde auf diese Weise effektiver. Auch seien Räume für andere, ebenfalls wichtige Zwecke frei geworden.

Der Fitnessparcours, welcher sich im Freien vor der Klinik befindet, verfügt über eine Reihe von Trainingsgeräten, bei der die Inanspruchnahme des ganzen Körpers im Vordergrund steht. Die Physiotherapeuten beraten  die Patienten, welche Geräte sie für das jeweilige Krankheitsbild nutzen sollten. Schon seit einiger Zeit gibt es zur sportlichen Betätigung auf dem Klinikgelände vier verschieden lange, gut ausgeschilderte Laufstrecken, welche ebenfalls dazu dienen, dass die Patienten wieder fit für den Alltag werden. Geplant sind außerdem Aqua-Riding, Therapeutisches Boxen sowie Aqua-Zumba. Ausdrücklich lobte Schäfer auch die Lehrküche, die im Sommer fertig werden soll. Dort wird es für die Patienten die Möglichkeit geben, unter Anleitung gesund, beziehungsweise ihrer Diabetes-Erkrankung entsprechend zu kochen. Kräuter sollen direkt vor der Küche in einem kleinen Garten angebaut werden.

Christian Wolff, stellvertretender Geschäftsführer der DRV BB, stellte die geplante künftige Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) in Neuruppin vor. Erfolgreiche Gespräche mit MHB-Dekan Prof. Dr. Edmund Neugebauer habe es bereits gegeben. Zu forschen sei für die MHB ebenso wichtig wie für eine Rehabilitationsklinik wie jene in Hohenelse. Es werde daran gedacht, eine dauerhafte gemeinsame Forschungsgruppe einzurichten, die sich wissenschaftlich mit den neuen Reha-Programmen befasst. Außerdem ist geplant, dass die Neuruppiner Medizinstudenten in Hohenelse längere Praktika absolvieren.

Für die kommenden Jahre hat Chefarzt Schäfer noch weitere Ideen. So müsse die Medizinische Trainingstherapie völlig neu gestaltet werden. Seit Bezug des Neubaus 1997 müssten die Physiotherapeuten in einem mittlerweile abgewirtschafteten großen Raum arbeiten. Um die einzelnen Arbeitsplätze zu trennen und die Privatsphäre der Patienten zu wahren, gebe es dort nur Vorhänge. Das soll sich ändern. Geplant sind Einzelkabinen, wobei es an jedem Arbeitsplatz eine computergestützte Kommunikation geben wird. Die Klinik hofft, bei dieser Investition und anderen vom Bundesförderprogramm "rehapro" profitieren zu können, welches besonderen Wert auf neue und moderne Konzepte bei der Wiedereingliederung von Menschen in den beruflichen Alltag legt. Wenn künftig Reha-Patienten in Hohenelse neben der schönen Landschaft auch die neuartigen Rehabilitationsansätze loben, dann haben Schäfer und sein Team das Ziel erreicht.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG