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Stadtparlament
Kann Pro Velten Wahlerfolg wiederholen?

Kämpft für eine absolute Mehrheit: Pro Veltens Spitzenkandidat Marcel Siegert.
Kämpft für eine absolute Mehrheit: Pro Veltens Spitzenkandidat Marcel Siegert. © Foto: Marco Winkler
Roland Becker / 24.05.2019, 08:27 Uhr
Velten (MOZ) Ein bis heute nicht gebauter Supermarkt hat vor fünf Jahren Veltens politische Landschaft auf den Kopf gestellt. Die gegen das Lieblingsprojekt von Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) agierende und damals noch junge Wählervereinigung Pro Velten landete mit 41, 6 Prozent einen Erfolg, mit dem sie selbst kaum gerechnet hatte. Im Stadtparlament gab sich Pro Velten als Oppositionspartei, gegen die sich SPD/Freie Wähler, CDU und Linke 2017 zu einer Zählgemeinschaft zusammenschlossen. Damit hatten sich im Stadtparlament zwei Lager gebildet.

Für Sonntag steht die große Frage: Kann Pro Velten diesen Wahlerfolg wiederholen oder sogar zur von ihr gewünschten absoluten Mehrheit ausbauen? Die Zeichen dafür stehen schlecht. Das liegt einerseits daran, dass das damalige große Thema Supermarkt in den Hintergrund getreten ist. Außerdem werden nicht alle damaligen Wähler verstehen, weshalb sich Pro Velten nach der verlorenen Bürgermeisterwahl 2017 in drei Fraktionen aufspaltete, jetzt aber wieder unter einem politischen Dach in den Wahlkampf gezogen ist.

Die SPD wird am Sonntag dennoch bangen. Denn Stimmen, die Pro Velten verloren gehen könnten, dürften teilweise zur erstmals antretenden AfD wandern. Die hat in Velten kräftig die Wahlkampftrommel gerührt und bietet mit dem Ex-Box-Weltmeister Marco Schulze einen zwar politisch unerfahrenen, aber prominenten Spitzenkandidaten auf. Und so dürfte sich auch die SPD-Bürgermeisterin schon gefragt haben, wie sie noch agieren kann, wenn sich im Stadtparlament eine rechnerische Mehrheit aus Pro Velten, AfD und NPD ergibt. Hinzu kommt: Die CDU hatte zuletzt klar gesagt, dass sie von der bisherigen engen Zusammenarbeit mit der SPD und der Linken Abstand nehmen will. Auf Velten könnten politisch schwierige Zeiten zukommen.

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