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Kinderbetreuung
Bildungsministerin kündigt in Staffelde landesweiten Kita-Check ab 2020 an

In Staffelde: Britta Ernst mit Dietmar Sturzbecher, der die Grundlage für den Kita-Check erstellte.
In Staffelde: Britta Ernst mit Dietmar Sturzbecher, der die Grundlage für den Kita-Check erstellte. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 24.05.2019, 08:38 Uhr
Staffelde (MOZ) Seit anderthalb Jahren arbeitet Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) mit Dietmar Sturzbecher aus Staffelde zusammen. Sturzbecher leitet das Potsdamer Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung (IFK). Seine neue Studie ist Grundlage für den sich in Vorbereitung befindlichen neuen Kita-Check des Landes. "Die Studie war ein wichtiger Impuls für uns", sagte Britta Ernst am Donnerstag am Rande einer Fachtagung in Staffelde.

Ab 2020 soll der Kita-Check durchgeführt werden. Im ersten Jahr sollen 150 Einrichtungen durch externe Gutachter auf noch zu erarbeitende Qualitätsstandards geprüft werden. Brandenburgs 185 000 Kita-Kinder werden in 1 900 Einrichtungen betreut. In seiner Studie stellte Sturzbecher fest: "Es gibt keine einheitlichen, verbindlichen Qualitätsstandards." Es brauche zur Qualitätssteigerung aber empirisch belastbare Grundlagen. Die Ergebnisse sollen in einer Novellierung des Kita-Gesetzes verankert werden.

Grobkonzept liegt vor

Anhand dieser Grundlagen erfolgt der Kita-Check als Referenz für alle. Laut Sturzbecher würden nicht nur die Jugendämter auf einen solchen Katalog warten. Auch bei den Kita-Fachkräften stoße das Vorhaben auf eine breite Akzeptanz, Externe Beobachtung und Standartvorgaben: "Der Kita-Bereich wartet darauf", sagte Britta Ernst über den Wunsch nach Vereinheitlichung und der Möglichkeit, in der frühen Bildung für eine Qualitätssicherung zu sorgen.

Für den Kita-Check gibt es bisher jedoch nur ein grobes Konzept. Die genaue Ausarbeitung soll in den kommenden Monaten erörtert werden. "Es bedarf der Diskussion, um auf eine breite Akzeptanz zu stoßen."

Ein Ranking der einzelnen Einrichtungen soll durch den Kita-Check nicht erfolgen, so Britta Ernst, die aber im gleichen Atemzug sagt: "Die Eltern möchten den Check, er wird ein Qualitätssiegel für Kitas sein." Wie mit den sensiblen Daten der überprüften Kitas und Fachkräfte umgegangen wird, ist noch etwas unklar. Die Träger bekommen wohl einige Informationen, teils anonymisiert. "Man muss einfach anfangen und es dann weiter entwickeln", so Dietmar Sturzbecher.

Das Land will jährlich um die 650 000 Euro in den Kita-Check stecken. "Je nach Ausgestaltung", so Britta Ernst, die eine weitere Information dabei hatte: Zu den 100 Kiez-Kitas im Land sollen 30 weitere hinzukommen.

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