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Staplercup
Wenn der Gabelstaplerfahrer mit der Stapelgabel prahlt

Der heiße Draht verlangte von den Stapler-Fahrern viel Gefühl.
Der heiße Draht verlangte von den Stapler-Fahrern viel Gefühl. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 24.05.2019, 20:15 Uhr
Wustermark Vorn an der Stapelgabel befindet sich eine Öse. Es soll diese kleine Metallöffnung um einen mehrfach in sich geknickten Stab geführt werden. Der Fahrer im Gabelstapler führt die Öse um den Stab, den sogenannten heißen Draht, eine Biege im Stab, es gilt ein paar Zentimeter zurückzusetzen. Ein greller Signalton schrillt auf, das waren wohl zwei, drei Zentimeter zu viel.

Was allein mit den Händen schon eine Geschicklichkeitsübung ist, wird mit dem Arbeitsgerät Gabelstapler zur Herausforderung. Vor einer Woche trafen sich 74 Teilnehmer zum Regionalwettbewerb im Stapler-Cup. Sie kamen aus Berlin und dem westlichen Brandenburg, um in drei Disziplinen gegeneinander anzutreten. Es ging um die Regionalmeisterschaft und die Qualifikation zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg. Ausgetragen wurde der Stapler-Cup auf dem Gelände der TRAFÖ GmbH in Wustermark. Ein Jubiläum, den der Cup fand in diesem Jahr zum 20. Mal statt.

Drumherum hatten die Veranstalter ein buntes Familienprogramm aufgebaut. Gabelstaplerfahren für die Kleinsten, die etwas Größeren und die ganz Großen. Basteln, Kinderschminken, Hüpfburg, Rundfahrten mit dem historischen Traktor oder der Feuerwehr, inklusive Zielspritzen.

Die Wettbewerbsteilnehmer traten einzeln und in 14 Mannschaften gegeneinander an. Zunächst zeigten die 71 Männer und drei Frauen wie genau und schnell sie tatsächlich stapeln können. Es galt eine Torte aus Klötzen aufzubauen. Danach kam der Stapler am heißen Draht zum Einsatz. Im Anschluss wurde noch einmal die Geschicklichkeit auf die Probe gestellt. Mit einer an der Stapelgabel befestigten Nadel mussten Luftballons zerstochen werden. Ein leichtes Lüftchen erhöhte hier den Schwierigkeitsgrad. Zusätzlich Punkte holen konnten sich die Teams mit kreativen Kostümen.

Etwa 500 Besucher genossen beim Stapler-Cup die Atmosphäre und feuerten die Teams an, schätzte Annika Mühler, bei der TRAFÖ für das Marketing zuständig und letzten Samstag Stapler-Cup-Verantwortliche. "Die drei Disziplinen sind am beruflichen Alltag der Fahrer angelehnt", erklärt sie den Hintergrund des etwas ungewöhnlichen Wettstreits.

Am Ende des Wettbewerbs erstapelte sich Olaf Henning den ersten Platz. Michael Neumann holte den zweiten Platz. Mit Platz drei konnte sich Anton Stuckert zwar gegen die meiste Konkurrenz durchsetzen, konnte aber keine Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft lösen. Beste Staplerfahrerin wurde Katrin Zerbe. Der Preis für das kreativste Team ging nach Wustermark. Mit der Auszeichnung können sich die Stapler der J&S GmbH Automotive Technology schmücken.

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