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Abschied
Werner Sternbergs Ausstieg aus der Kommunalpolitik

Werner Sternberg und Ortsbeiratsmitglied Volker Gaevert.
Werner Sternberg und Ortsbeiratsmitglied Volker Gaevert. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 25.05.2019, 08:00 Uhr
Borne Der Borner Werner Sternberg nimmt Abschied von der Kommunalpolitik. "Die Zeit ist reif. Ich war lange genug dabei", sagt der 78-Jährige. Zweieinhalb Jahrzehnte engagierte er sich für sein Heimatdorf und die Stadt Bad Belzig.

Alles begann im Dezember 1993. Die Borner, die damals an die Wahlurnen getreten waren, hatten ihm ihr Vertrauen geschenkt. Sternberg wurde zum Ortsteilbürgermeister berufen, heute nennt man diese Tätigkeit Ortsvorsteher. Parallel dazu hatte er für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert. Erfolgreich wie sich nach Auszählung der Wählerstimmen ergeben hatte. Werner Sternberg zog zeitgleich als parteiloser Stadtverordneter für die SPD in das Gremium ein.

Schon bei der Kommunalwahl 1998 zeigte sich, dass die Wähler mit seiner Arbeit zufrieden waren. Der gelernte Rundfunkmechaniker wurde in seinen Ämtern bestätigt.

Längst waren die Erfolge seiner Arbeit im Dorf sichtbar und Borne über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Die Dorferneuerung und mit ihr die Sanierung der Bockwindmühle waren erfolgreich abgeschlossen worden. Ferner war eine neue Bushaltestelle und ein Spielplatz gebaut, das Trinkwassernetz sowie die Wiesenburger Straße und die Straße Zum Kirschberg erneuert und der Ort an das Abwassernetz angeschlossen.

Als 1996 die Bockwindmühle vor dem drohenden Verfall gerettet war, suchte Sternberg nach Möglichkeiten, sie als touristisches Highlight zu vermarkten. Die Idee der Mühlenfeste wurde geboren und in unermüdlicher Arbeit mit Leben erfüllt. In dieser Folge wurde die erste Borner Mühlenkönigin gekrönt, auf die weitere folgten. Das jeweils am Pfingstmontag stattfindende Fest war bald in vieler Munde. Gäste aus verschiedenen Bundesländern und Prominente aus Politik und Wirtschaft gaben sich auf dem Mühlenberg ein Stelldichein.

2008 wollte sich der damals 67-Jährige aus der Kommunalpolitik zurückziehen, entschied sich jedoch dagegen. "Ich hatte mich damals einige Zeit mit diesem Thema beschäftigt und mir die Entscheidung - mich zur Wahl zu stellen oder nicht - nicht leicht gemacht", so Sternberg rückblickend. Damit blieb sein Name eine konstante Größe in der Stadtverordnetenversammlung und in seinem Heimatdorf. So manches Mal musste Ehefrau Marlies auf ihren Mann warten, der im Zusammenhang mit seinen ehrenamtlichen Ämtern unterwegs war.

Während dieser Zeit war Werner Sternberg der Kontakt zu den Menschen immer wichtig. Für Probleme und Sorgen hatte er stets ein offenes Ohr und scheute keinerlei Diskussionen. Was im Wählergedächtnis haften blieb.

In den vergangenen 25 Jahren seiner Tätigkeit als Stadtverordneter hat er die Grundsteinlegung und Eröffnung der SteinTherme erlebt und wie aus Belzig Bad Belzig wurde. Zwei Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung liegen ihm jedoch noch immer schwer auf dem Magen. "Das ist die Vergabe des Burghotels und die Absage an Rewe. Damit wurde die Chance vertan, dass die Ruinen an der Brücker Landstraße endlich verschwinden", so der 78-Jährige kritisch.

Mit der Entwicklung seines Heimatdorf ist Werner Sternberg zufrieden. Bis auf die Dorfteichproblematik. Das Gewässer droht zu verladen und eine baldige Renaturierung ist nicht in Sicht.

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