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Wahlen
Höhere Beteiligung in Brandenburg

Eine Wählerin sitzt im Wahllokal in einer Grundschule hinter einer Wahlkabine und füllt ihre Stimmzettel für die Europawahl und die Kommunalwahl aus.
Eine Wählerin sitzt im Wahllokal in einer Grundschule hinter einer Wahlkabine und füllt ihre Stimmzettel für die Europawahl und die Kommunalwahl aus. © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild
dpa / 26.05.2019, 18:40 Uhr - Aktualisiert 26.05.2019, 18:50
Potsdam (dpa) Die Brandenburger haben abgestimmt und bei den Europa- und Kommunalwahlen ihre Kreuzchen gemacht. Eine höhere Wahlbeteiligung zeichnet sich ab.

Das Superwahljahr in Brandenburg ist mit den Europa- und Kommunalwahlen eröffnet. Dabei hat sich am Sonntag eine höhere Wahlbeteiligung abgezeichnet als vor fünf Jahren. Bis 14 Uhr gaben nach Informationen des Landeswahlleiters etwa 29,3 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2014 lag sie zur gleichen Zeit bei 25,2 Prozent. Die abgegebenen Stimmen der Briefwähler sind dabei nicht berücksichtigt.

Rund zwei Millionen Menschen im Land waren zu den Wahlen aufgerufen. Gewählt werden neben dem EU-Parlament in Brandenburg 14 Kreistage, die vier Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte, 413 Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen der kreisangehörigen Gemeinden und Städte, ehrenamtliche Bürgermeister sowie in Ortsteilen Ortsvorsteher. In 264 Gemeinden wird zudem ein Bürgermeister gewählt. Landeswahlleiter Bruno Küpper rechnet mit einer deutlich höheren Zahl an Briefwählern.

Im Landkreis Elbe-Elster war die Wahlbeteiligung in den ersten sechs Stunden mit 32,0 Prozent am höchsten. Es folgten der Kreis Barnim (31,3 Prozent), der Kreis Dahme-Spreewald (31,0 Prozent), der Kreis Oder-Spree (30,8 Prozent) und die Kreise Prignitz und Potsdam-Mittelmark (jeweils 30,5 Prozent). Die vorläufig niedrigste Wahlbeteiligung gab es im Kreis Ostprignitz-Ruppin (26,5 Prozent).

In den kreisfreien Städten lag die Beteiligung sechs Stunden nach Öffnung der Wahllokale in Frankfurt (Oder) am höchsten. Dort gaben nach den Angaben 28,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Es folgte Cottbus mit 27,9 Prozent, gefolgt von der Havelstadt Brandenburg mit 27,7 Prozent. In der Landeshauptstadt Potsdam waren es 27,6 Prozent.

Der jüngste Kandidat bei den Kommunalwahlen ist nach Angaben des Landeswahlleiters der 18-jährige Tobias Präkel, der in den Kreistag Oder-Spree einziehen will. Als älteste Kandidatin geht die 1933 geborene Helga Siegmund für die Stadtverordnetenversammlung von Brandenburg/Havel ins Rennen. In den gut 3800 Wahlbezirken sind rund 27 000 Wahlhelfer im Einsatz.

Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren lag die CDU mit 24,8 Prozent in den Kreistagen und kreisfreien Städten vorn vor der SPD mit 24,5 Prozent. Die Linke kam auf 20,2 Prozent, die Grünen erreichten 6,2 Prozent, die FDP auf 4,0 Prozent und die AfD auf 3,9 Prozent.

Bei der Europawahl vor fünf Jahren lag die SPD in Brandenburg mit 26,9 Prozent vorn, gefolgt von der CDU mit 25,0 Prozent, der Linken mit 19,7 Prozent und der AfD mit 8,5 Prozent. Die Grünen kamen auf 6,1 Prozent, die FDP erreichte 2,1 Prozent.

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