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Zum Trödeln in die Höfe eingeladen

Generationenübergreifend: Großmutter Margitta Erb verkaufte gemeinsam mit Enkel David.
Generationenübergreifend: Großmutter Margitta Erb verkaufte gemeinsam mit Enkel David. © Foto: Holger Rudolph
Holger Rudolph / 26.05.2019, 16:45 Uhr
Radensleben Alle Jahre wieder findet in Radensleben im Frühjahr ein Dorftrödel statt. Beteiligen konnte sich am Sonnabend jeder Haushalt. Mehrere hundert Besucher interessierten sich im Verlauf des Tages für die vielfältigen Offerten. Um die Waren zu präsentieren, war nicht mehr als ein geöffnetes Hoftor oder ein Stellplatz auf der Wiese vorm Haus, vielleicht noch ein Regal oder Tisch nötig.

Schaulustige jedes Alters schlenderten die Dorfstraße entlang. Manchmal waren ganze Familien unterwegs. Am frühen Nachmittag noch nicht fündig geworden war eine Berlinerin, die es auf Uralt-Kaffeemaschinen abgesehen hatte, die ohne elektrischen Strom auskommen. Doch sie ließ sich die gute Laune nicht nehmen. Schließlich war das leicht kühle Wetter bestens dazu geeignet, alle Stände genau unter die Lupe zu nehmen.

Am gemeinsamen Stand von Christian Marquard und der Familie Achterberg wurde fündig, wer nach Bekleidung für Kleinkinder in den Konfektionsgrößen 86 bis 92 suchte. Außerdem gab es Kinderbücher, Teile für alle, die noch einen Trabant fahren, sowie einen Simson-Roller. Letzterer wurde am frühen Nachmittag zur Freude der Anbieter verkauft. Auch ein Tisch und mehrere Stühle wechselten rasch den Besitzer.

Bei Margitta Erb empfingen das Publikum ein alter Badeofen und eine noch ältere Schreibmaschine am Eingang des Grundstücks. Manches Kind fragte, was das denn für ein komisches dickes Rohr sei. Kein Wunder, von unten her zu beheizende Öfen, in denen darüber der Badewasser-Vorrat angewärmt wurde, gibt es längst nicht mehr. Dass Fernwärme oder leistungsstarke Durchlauferhitzer noch vor 30 Jahren in vielen Ruppiner Haushalten keine Selbstverständlichkeit waren, erzählten daraufhin Eltern oder Großeltern den Kleinen. Bis zum Nachmittag hatte Margitta Erb schon mehrere Stallfenster verkauft, außerdem ein bisschen Deko-Klimbim, wie sie selbst lächelnd meinte. Schon zum dritten Mal hat sie sich am Dorftrödel beteiligt. Ihr Enkel David half beim Verkauf.

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