Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

über verfehlte Personalpolitik
Hausgemachte Probleme

Andreas Wendt
Andreas Wendt © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Andreas Wendt / 26.05.2019, 18:25 Uhr
Potsdam (MOZ) Spätestens mit Inkrafttreten des Schengen-Abkommens und dem Wegfall der Grenzkontrollen sind Warnungen vor einem Stellenabbau bei der Landes- und auch der Bundespolizei fahrlässig in den Wind geschlagen worden. Die Landesregierung hat an allen Ecken und Kanten die Daumenschrauben angezogen, um Geld zu sparen, Personal abgebaut oder eben einfach weniger ausgebildet.

Dies rächt sich. Das verbliebene Personal war mit der steigenden Kriminalität an den Grenzen überfordert, so dass Bund und Land wieder umdenken mussten. Statt weniger nun mehr Personal, das aber nicht von heute auf morgen verfügbar ist, da es erst ausgebildet werden muss. Dabei ist die Polizei kein Einzelfall. Im Justizministerium sieht die Situation nicht viel anders aus. Es fehlt an Richtern, so dass sich die Aktenberge türmen und Fälle über Jahre nicht abschließend bearbeitet werden können.

Verursacht hat all das die Politik selbst, die jetzt Schadensbegrenzung betreibt und mit Macht ausbilden lässt, um neues Personal an den Start zu bekommen. Leider sind Politiker nicht vor kollektiver Demenz gefeit. Nicht ausgeschlossen, dass nach welcher Wahl auch immer der Kurs erneut geändert und die Segel auf Sparen und Personalabbau gesetzt werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG