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Judo
Tim Werth Fünfter im Landesfinale

"Harai Goshi – eine Hüftsichel: Diese Spezialtechnik übte Tim Werth (hinten stehend) mit seinem Trainingspartner Emin Elzhurkaev und wandte diese im Finale in Rathenow an.
"Harai Goshi – eine Hüftsichel: Diese Spezialtechnik übte Tim Werth (hinten stehend) mit seinem Trainingspartner Emin Elzhurkaev und wandte diese im Finale in Rathenow an. © Foto: TSV Schwedt
Matthias Schwarz / 27.05.2019, 02:15 Uhr
Rathenow Drei Judokas des TSV Blau-Weiß Schwedt hatten sich in der Altersklasse bis 13 Jahre für das Landesfinale Ost- und Westbrandenburg in Rathenow qualifiziert. Mit Tim Werth, Hannes Baas und Robert Bröske standen die Chancen auf Erfolg gut.

Der Plan wurde jedoch nur teilweise in die Tat umgesetzt. Robert Bröske musste krankheitsbedingt seine Qualifikation absagen und Hannes Baas konnte im Rathenower Turnier nicht an die Leistungen bei der Bezirksmeisterschaft in Spremberg anknüpfen. Tim Werth legte in der Gewichtsklasse bis 50 kg sehr gute Leistungen hin. 14 Kämpfer stritten um die Landeskrone. Hier traf Leistungsspitze auf Leistungsspitze. Werth konnte zuvor in einem Workshop des Prenzlauer Judovereins trainieren, zu welchem die Schwedter Judokas zu einem ganztägigen Training mit Olympiasieger und Bundesreferent Frank Wieneke eingeladen waren.

Hilfreiches von Frank Wieneke

Dieses Highlight traf genau den Nerv der Fähigkeiten, die beim Landesturnier gefragt waren. Hier zeigte Werth, was er zusätzlich geübt hatte. Der Schwedter ging unbedarft an die Sache und probierte sich aus. Doch manchmal lagen Licht und Schatten dicht beieinander. Werth musste in einem Vorrundenkampf mit seinem Gegner vom SV Babelsberg bis an das Ende seiner Kraftreserven gehen. Zu den drei Minuten Kampfzeit kamen durch die Golden-Score-Regelung zusätzliche kraftraubende Minuten hinzu. Immer wieder konnte der Babelsberger den Oderstädter auf Abstand halten. Doch Golden Score gewinnt man mit der schnellsten Aktion und Werth entschied diesen Kampf letztlich durch eine Hüftsichel (Harai Goshi) für sich.

Das kostete Kraft und Puste und er musste nach knapp dreiminütiger Pause in den nächsten Kampf – einem Kampf um die Schlüsselpositionen zum Finale. Hier traf er auf den späteren Turniersieger von der Potsdamer Sportschule. Dieser war nämlich frisch und ausgeruht und schickte Werth unglücklicherweise auf die Matte. Doch Werth ließ den Kopf nicht hängen und erkämpfte sich den Einzug in das kleine Finale.

Der Schwedter arbeitete gegen die Kontrahenten in alle Richtungen. Es ging ums Ganze, das war deutlich zu sehen. Klappte der Einstieg in seine spezielle Eindrehtechnik nicht, erarbeitete er sich durch Vorbereitungs- oder Folgetechniken Stück für Stück den Sieg. Nur ein Fünkchen Glück fehlte ihm im entscheidenden Kampf um die Bronze. Hier scheiterte er letztlich am Kämpfer des Judoclubs Oranienburg.

Immerhin landete Tim Werth in der Endabrechnung auf einem fünften Platz in der Leistungspitze des Landes Brandenburg. Auch wenn er kein Edelmetall mit nach Schwedt zurücknahm, war dies doch ein zufriedenstellender Erfolg, den er nun mit in die Sommerpause nimmt.

Ablaufplan

Donnerstag: Trainingstag in der RC Arena bis 18 Uhr

Freitag: freies und Qualifikationstraining von 10 bis 18 Uhr, Nachtrennen ab 22 Uhr

Sonnabend: 8 bis 11.15 Uhr Gruppentraining, ab 12.30 bis 17 Uhr Vorläufe 1 bis 4

Sonntag: 8.15 Uhr Vorlauf 5, 10.30 bis 17 Uhr Vor,- Zwischen- und Endläufe, gegen 13/13.30 Uhr Kidsrace, ab 17.15 Uhr Siegerehrung

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