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Fußball
Odervorländer mit mehr Zug zum Tor

Spieleransammlung am Rießener Strafraum: In dieser Szene brachte der Freistoß von George Krüger (links) nichts Zählbares für die Gäste. Per Freistoß hatte Marcel Niespodziany für das 2:0 und damit die Vorentscheidung gesorgt.
Spieleransammlung am Rießener Strafraum: In dieser Szene brachte der Freistoß von George Krüger (links) nichts Zählbares für die Gäste. Per Freistoß hatte Marcel Niespodziany für das 2:0 und damit die Vorentscheidung gesorgt. © Foto: Bernd Pflughöft
Hagen Bernard / 27.05.2019, 02:45 Uhr
Möbiskruge (MOZ) Im Duell der beiden Kreisligisten hat es im Halbfinal-Spiel um den Kreispokal einen unerwartet deutlichen Sieg gegeben. Der Dritte der Kreisliga Mitte FV Blau-Weiß Briesen II setzte sich beim Spitzenreiter der Süd-Staffel SpG Rießen/Möbiskruge mit 2:0 (1:0) durch.

Dabei hätte die durch die beiden Landesliga-Spieler Jacob Naskrenski (11 Punktspiele) und Martin Zeume (13 Punktspiele) verstärkte Reserve aus dem Odervorland durchaus noch höher gewinnen können. Besonders in der Schlussphase hatten die Briesener einige klare Konterchancen ausgelassen. Hingegen ließen die durch den Ausfall der beiden Stammspieler Sascha Krüger und Philipp Schiller geschwächten Gastgeber offensiv viele Wünsche offen. Steve Malack per Kopf nach einem Freistoß (2.), dann der allein durchgelaufene Florian Meier, der Torwart Kevin Schulz vergeblich zu tunneln versuchte (28.), und Chris Eitner in der 88. Minute, der überhastet abschloss – zittern musste Gäste-Trainer Torsten Hesse um das Weiterkommen nicht. Obwohl auch er vier Ausfälle hinnehmen musste, hatte sein routiniertes Team die Partie im Griff und startete immer wieder aus einer sicheren Abwehr schnelle Angriffe, die den heimischen Anhängern auf dem Möbiskruger Sportplatz den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagten.

Da aber die Gäste zunächst nur durch Jacob Naskrenski nach einer knappen halben Stunde trafen, der einen Querpass des halblinks durchgelaufenen Max Wenzel flach aus acht Metern verwertete, konnte der Großteil der etwa 300 Besucher lange auf einen Erfolg der Gastgeber hoffen.

Doch Grund zum Jubeln hatte nur noch der per Reisebus angereiste Anhang aus dem Odervorland. Nach gut einer Stunde hatte Chris Eitner zwei Meter vor der Strafraumgrenze den allein durchgelaufenen Max Wenzel gefoult. Den Freistoß verwandelte mit einem fulminanten Schuss halbhoch knapp neben dem rechten Pfosten Marcel Niespodziany. "An diesem Schuss gab es nichts zu halten. Hätte der Torwart die Finger dran gehabt, dann wären die weg gewesen", entfuhr es Gäste-Trainer Torsten Heese halb spaßig an der Seitenlinie. Zwar schaltete sich nunmehr bei den Gastgebern verstärkt Chris Eitner in die Angriffe der Spielgemeinschaft ein, doch gefährlich wurde es nur noch auf der anderen Seite. Bereits Torwart Kevin Schulz sorgte mit seinen weiten Abschlägen häufig für Gefahr. Tore fielen jedoch nicht mehr. So überlupfte George Krüger zwar Torwart Philipp Krüger, der Ball flog jedoch auch am Tor vorbei (79.). Veit Mante störte im letzten Moment Naskrenski (80.), der schoss drei Minuten später über das Tor und der eingewechselte Robert Tews verlor in der Nachspielzeit den Ball frei vor dem Tor noch an Ronny Niemack.

Kalte Dusche für Torsten Heese

"Ein Dankeschön an die Mannschaft, ein Dankeschön auch an die Fans. Wir sind nicht unverdient ins Finale eingezogen", erklärte ein pitschnasser Gäste-Trainer Torsten Heese, über den mit dem Schlusspfiff Spieler Marcel Reetz einen Wasser-Eimer entleert hatte. Auf Nachfrage des Stadionsprechers David Materne lobte er besonders Torwart Kevin Schulz, der ab und zu auch als Feldspieler aufläuft. "Wenn er spielt, dann ist er schon ein Garant, dass hinten wenig passiert."

Deutlich geknickt nach der Partie war Gastgeber-Trainer Roland Winkel. "Wir haben keine höherklassige Mannschaft wie Briesen, aus der wir uns bei Ausfällen sogar noch verstärken können. Dennoch haben wir uns gut verkauft, schon das Halbfinale ist ein Erfolg. Bei unserem ersten Angriff gleich zu Spielbeginn hätten wir mit Glück in Führung gehen können, das war es dann aber auch. Glückwunsch an den Gegner, er hat gut gespielt. Bei unserem Spielniveau reicht es schon, wenn man auf ein paar Spieler aus der Landesliga zurückgreifen kann. Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft, sie hat nicht enttäuscht."

SpG Rießen/Möbiskruge: Philipp Krüger – Ronny Niemack, Chris Eitner, Steffen Will (85. Paul Liebenau) – Florian Meier, Aike Ruppenthal, Veith Mante, Dennis Richter (57. Daniel Kobilinski), Steve Malack – Martin Dornbrack, Niko Heering

FV Blau-Weiß Briesen II: Kevin Schulz – Martin Zeume, Marcel Niespodziany, Marcel Reetz (80. Dominik Stettnisch), Thomas Kussatz – Ronny Anke, Maik Bonack, Ronny Bauch, Jacob Naskrenski – Max Wenzel (86. Robert Tews), George Krüger

Tore: 0:1 Naskrenski (18.), 0:2 Niespodziany (65.) – Schiedsrichter: Volker Scharff (Waldsieversdorf) – Zuschauer: 266 zahlende

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