Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Nach Wahldebakel
Brandenburger SPD will nach Wahlverlust mehr mit den Bürgern reden

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) © Foto: dpa
dpa / 27.05.2019, 07:01 Uhr
Potsdam (dpa) Nach den Verlusten bei den Europa- und Kommunalwahlen in Brandenburg will die SPD stärker mit den Bürgern in Kontakt kommen. "Raus, raus, raus, mit den Menschen reden", sagte SPD-Generalsekretär Erik Stohn der Deutschen Presse-Agentur. "Vieles von dem, was wir machen, kriegen die Menschen nicht mit." Dabei sei "ganz viel" in Bewegung, sagte der Landtagsabgeordnete. Er nannte die Gesundheitsvorsorge, mehr Polizisten und mehr Lehrer als Beispiele.

Stohn räumte eine zu komplizierte Sprache ein: "Wir sind nicht gut darin, schwierige Sachverhalte in knappen Worten darzustellen", sagte der Generalsekretär. Der AfD warf er vor, die Gesellschaft zu spalten. "Das wird zur Verschärfung der Atmosphäre in Kleinstadtparlamenten und Gemeindevertretungen führen." Die SPD rutschte bei der Europawahl auf den dritten Platz hinter AfD und CDU ab, bei den Kommunalwahlen behauptete sie Platz zwei hinter der CDU.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Ralf H. Janetschek 27.05.2019 - 19:34:58

Nachtrag zu Frank Schneider

Ergänzungen: Rechtswidrige Enteignung der Bodenreformeigentümer, gescheiterte Kreisreform, Protzbau (Stadtschloßnachbau) für den Landtag, Altanschließertragödie, Biberplage im Oderbruch, bescheuerte Polizeireform (mehr Sicherheit durch weniger Polizisten), Umzug des Wissenschaftsministeriums. Fazit hier passt das Zitat des kommunistischen Rotfrontkämpferbundes aus den 1920er Jahren: "Wer hat uns verraten? die Sozialdemokraten!"

Frank Schneider 27.05.2019 - 16:23:04

Mal kurz aus dem Gedächtnis ...

Kadaveraffäre, Lausitzring, Cargolifter, Oder-Lausitz-Trasse, Flughafen Schönefeld, Chipfabrik, Speers Laptop und seine nicht gezahlten Alimente, Rupprechts Umsonst-BMW, Herrn Stolpes Vergangenheit, Herrn Platzecks Kirchensteuer, Frau Münchs Inklusion mit der Brechstange, ein Minister Markovs Feldzug gegen den benachbarten Pferdehof - tut mir Leid, wenn ich da was vergessen haben sollte ....

Ralf H. Janetschek 27.05.2019 - 13:48:43

Die Zeit zum Reden ist vorbei!

Die Sozialdemokraten hatten nunmehr fast dreißig Jahre Zeit mit den Bürgern in Brandenburg zu reden. Schön, daß es den Sozi's auch mal einfällt mit dem Bürger zu reden. Allerdings könnte es dafür wohl schon zu spät sein, wie sagte Gorbi im Herbst 1989: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Frank Schneider 27.05.2019 - 13:22:41

Die Menschen haben sehr genau mitbekommen, was die SPD macht

und es besteht seitens der Bürger kein Wunsch mehr, dass ihnen diese SPD die Welt erklärt. Seit fast 30 Jahren SPD-Regierungshoheit in der "kleinen DDR" ist Brandenburg in vielen Regionen de-industrialisiert, das Bildungswesen wurde mit jedem weiteren SPD-Minister weiter demontiert und finanziell hängt das Land am Tropf des Länderfinanzausgleichs. Und was soll nur aus der Flughafen-Lachnummer werden, die uns die SPD-Herren Platzeck und Wowereit eingebrockt haben?

Rolf Lustig 27.05.2019 - 10:32:23

@Herr Stohn

Die Menschen bekommen das schon mit, aber es sind nicht ihre Themen. Die Themen der BürgerInnen beachtet die aktuelle Politik doch gar nicht. Aber ich denke, die Quittung kommt bei den Landtagswahlen noch klarer über den Ladentisch.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG