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Am Seelower Gymnasium erhalten im August alle  Achtklässler ihr eigenes von den Eltern finanziertes Gerät.

Gymnasium
Jeder Achtklässler hat künftig sein eigenes Schul-Tablet

Digitaloffensive: Die Lehrer Maik Ludwig und Wolf Berner, Martin Göldner (v.l.) vom IT-Bereich der Kreisverwaltung sowie die Schülerinnen Celina und Julia (sitzend) Schuster mit den derzeit noch üblichen Tablet-Koffersätzen.
Digitaloffensive: Die Lehrer Maik Ludwig und Wolf Berner, Martin Göldner (v.l.) vom IT-Bereich der Kreisverwaltung sowie die Schülerinnen Celina und Julia (sitzend) Schuster mit den derzeit noch üblichen Tablet-Koffersätzen. © Foto: Doris Steinkraus/MOZ
Doris Steinkraus / 19.06.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 19.06.2019, 18:25
Seelow (MOZ) Kein separates Tafelwerk mehr, keinen schweren Duden, keinen Atlas. Für die künftigen drei achten Klassen des Gymnasiums "Auf den Seelower Höhen" beginnt mit dem neuen Schuljahr eine neue digitale Ära. Alle Schüler werden ihr ganz persönliches Tablet haben. Natürlich gebe es am Gymnasium schon lange Tablets, die auch im Unterricht genutzt werden, erklärt der kommissarische Schulleiter Uwe Dengler. "Aber sie werden von vielen Schülern genutzt und deren Reichweite endet am Schulgelände. Zudem gibt es nur Koffersätze. Das heißt, Lehrer müssen sich anmelden, wenn sie mit ihren Schülern an Tablets arbeiten wollen."

Gremien tragen Vorhaben

Das soll nun anders werden. Als erste Schule in Brandenburg wird es am Gymnasium drei Klassensätze mit von Eltern finanzierten Tablets geben. Was sich einfach anhört, hat einen langen Vorlauf. Schon 2016 hatten die Gremien der Schule – Eltern-, Schüler- und Lehrerkonferenz – Beschlüsse zum Medienentwicklungsplan gefasst. Im vergangenen Jahr war das Ganze aktualisiert und beschlossen worden, dass die Umsetzung ab Schuljahr 2019/2020 in den achten Klassen erfolgt.

Die von der Schulleitung installierte Arbeitsgruppe hat Anbieter geprüft und nun den günstigsten ausgewählt. Die Eltern erhielten alle entsprechenden Informationen und Unterlagen. In den Sommerferien sollen sie jetzt die Tablets bestellen. Sie werden direkt an die Schule geliefert. Dort erfolgt vor Schulbeginn das Aufspielen der Software. In der ersten Woche des neuen Schuljahres, das am 5. August beginnt, erhält dann jeder Achtklässler sein ganz persönliches Tablet.

"Der Vorteil ist, dass die Schüler zu jeder Zeit, an jedem Ort und auch von zu Hause damit arbeiten können", erklärt Lehrer Maik Ludwig. Sein Kollege Wolf Berner verweist auf die Möglichkeit, künftig vernetzt zu arbeiten. Er demonstriert das Beispiel des digitalen Buches, das die 17-jährigen Celina und Julia Schuster mit den vorhandenen Schul-Tablets vom diesjährigen Surfcamp erstellt haben. "Ohne dieses Werkzeug wäre das in so kurzer Zeit nicht möglich gewesen", so Berner. Voraussetzung für die Tablet-Einführung war, dass sich die große Masse der Eltern bereit erklärte, die Geräte selbst zu kaufen. Drei Jahre lang sind 13,80 Euro im Monat zu zahlen. Inbegriffen sind eine Schutzhülle, die Versicherung und Wartung. Nach Schulende wird die Software – alle Aufspielungen erfolgen über die Schule – gelöscht, behält der Schüler dann sein Gerät zur freien Verfügung. Können Eltern die Kosten nicht aufbringen, springt das Schulamt ein.

Der Kreis übernimmt damit landesweit Pilotfunktion. Marcel Prütz und Martin Göldner vom IT-Bereich der Kreisverwaltung haben das Vorhaben von Anfang begleitet. Sie sind auch weiterhin  Begleiter des Projekts. Andere kreisgeleitete Schulen haben bereits signalisiert, dass sie nachziehen wollen, erklären die beiden Spezialisten.

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