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Massive Probleme
Zu teuer, zu wenig Zeit: Feuerwehr-Neubau steht auf der Kippe

Der Fördermittelbescheid für die neue Feuerwache in Flecken Zechlin war im Januar übergeben worden. Nun droht dem Neubau das Aus.
Der Fördermittelbescheid für die neue Feuerwache in Flecken Zechlin war im Januar übergeben worden. Nun droht dem Neubau das Aus. © Foto: Jürgen Rammelt
Markus Kluge / 19.06.2019, 14:44 Uhr
Flecken Zechlin (MOZ) Flecken Zechlins Feuerwehr-Neubau steht auf der Kippe. Der Bau des neuen 1,2 Millionen teuren Gerätehauses wird nach Sichtung der ersten Ausschreibungsergebnisse nicht nur bis zu 15 Prozent teurer, die die Stadt Rheinsberg alleine stemmen muss. Auch die Frist, die 555 000 Euro Fördermittel bis zum Jahresende auszugeben, ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung nicht zu halten. "Wir haben ein riesiges Problem – finanziell und zeitlich", sagte Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) am Dienstag, der am Abend zuvor die ehemaligen Stadtverordneten darüber unterrichtet hat.

Der Zeitdruck ist unter anderem durch die umfangreiche Planung und dadurch entstanden, dass einige Arbeiten mehrfach ausgeschrieben werden mussten, weil keine Angebote abgegeben wurden. Hinzu komme nun noch das Problem, dass die Fördermittel bis zum Jahreswechsel ausgegeben sein müssen. Passiert das nicht, muss Rheinsberg das Geld zurückzahlen. Ob das Land die Gründe für die Verzögerung akzeptiert und einer Fristverlängerung zustimmt, die erst noch beantragt werden muss, ist offen

"Egal, was ich mache. Ich kann im Augenblick nur alles falsch machen", so Schwochow, der  einräumt, dass sich Rheinsberg mit dem Projekt finanziell übernehmen könnte. Wird gebaut, muss an anderer Stelle gespart werden. Laut Bauamtsleiter Daniel Hauke betrifft das beispielsweise den Anbau für die Wehr in Kleinzerlang und deren Außenentwässerung. Auf der anderen Seite drohen neue Kosten bei Kita- und Schulgebäuden, weil dort laut Schwochow lange nicht investiert wurde. So sei beim letzten Starkregen ein Rohr in der Allendeschule geplatzt, das das Wasser ableitet. Dadurch wurde der Essensraum überflutet.

Hinzu komme nun noch, dass Rheinsberg wegen des Feuerneubaus beim Land im Fokus stehe. Ein Mitglied der Feuerwehr hatte in einem Brief an das Land den Zeitplan und die Finanzierung in Frage gestellt, wozu sich die Stadt nun positionieren muss.

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