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Landesstraße 214 nach starken Regenfällen in Blumenow überflutet

31.07.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 31.07.2011, 06:13
blumenow Blumenow (ris) –Die erst vor wenigen Jahren neu ausgebaute Ortsdurchfahrt in Blumenow stand am Sonnabend erneut unter Wasser. Die Feuerwehr des Ortes war stundenlang im Einsatz, um das Wasser in einen nahe gelegenen Graben abzupumpen.

Ortsvorsteher Eberhard Otto hatte es bereits kommen sehen. Als die Landesstraße 214 vor einigen Jahren ausgebaut wurde, drängte er darauf, dass der Straßengraben verrohrt wird, damit das Regenwasser von der Fahrbahn abfließen kann. Vergebens. Aus Kostengründen habe der Landesbetrieb für Straßenwesen die Forderung damals abgelehnt, so Otto, der wie viele Anwohner auch fassungslos am Sonnabend vor den Wassermassen stand. Am späten Nachmittag spitzte sich die Situation bei langanhaltendem Regen dermaßen zu, dass die Feuerwehr alarmiert werden musste. Da war die Fahrbahn fast auf der gesamten Breite und auf einer Länge von mehreren Hundert Metern komplett überflutet, inklusive des breiten Grünstreifens. Es dauerte Stunden, bis das Regenwasser abgepumpt war. Es wurde über eine lange Schlauleitung in einen nahe gelegenen Entwässerungsgraben gepumpt. Es war bereits das zweite Mal im Monat Juli, dass der Grünstreifen die Wassermassen nicht auffangen konnte und die Fahrbahn überflutet war. Schon vor gut einer Woche musste die Feuerwehr anrücken, um das Wasser abzupumpen. Ob die fehlende Straßenentwässerung auch der Grund ist, dass viele Keller entlang der Hauptstraße am Wochenende ebenfalls mit Wasser voll gelaufen sind, sei nur eine Vermutung. Aber der Verdacht liege wohl nahe, dass die Folgen der Einsparungen beim Ausbau des Landesstraße auf Kosten der Anlieger gehe, so Otto, der selbst bis zur Hüfte im Wasser seines Kellers stand. Eine Nachbesserung des Entwässerungssystem müsse wohl überlegt werden. Ähnliche Probleme gab es vor einigen Jahren auch in der Ortsdurchfahrt in Zehlendorf – ebenfalls einer Landesstraße, die kurz zuvor ausgebaut worden war. Auch dort konnten die Gräben das Regenwasser nicht fassen.

In vielen anderen Orten des Landkreises Oberhavel gab es witterungsbedingte Einsätze der Feuerwehren. Schwerpunkte gab es dabei nach Angaben der Leitstelle Nord-Ost allerdings keine. Die Gründe für das Ausrücken der Einsatzkräfte waren fast immer überflutete Fahrbahnen und mit Wasser voll gelaufene Keller. Viele Hausbewohner halfen sich selbst und stellten ihre Pumpen an.

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