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Brandenburgische Sommerkonzerte machen Station in Brunne, Betzin und Karwesee

22.02.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 22.02.2011, 06:13
brunne/betzin/karwesee Brunne/Betzin/Karwesee (ih) – Die 21. Brandenburgischen Sommerkonzerte werfen ihren Schatten voraus – und in diesem Jahr direkt in die Gemeinde Fehrbellin.

In Karwesee, Betzin und Brunne macht die Klassik-Konzertveranstaltung am Sonntag, 31. Juli, Station mit dem so genannten Dorfkirchenkarussell. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich eine charmante Idee, die in diesem Jahr zum dritten Mal mit Leben erfüllt wird. In drei Kirchen, die nah beeinander liegen, werden drei Konzerte gespielt und jeweils dreimal wiederholt; zwischen den hochklassigen Konzerten laufen oder fahren die Zuhörer, eingeteilt in drei Gruppen, von Ort zu Ort. In Karwesee lässt das Ensemble Brandkamp unter anderem Mozart und Mouquet erklingen, in Betzin ist das Berliner Akkordeonquartett zu hören. Und in Brunne lässt Krzysztof Urbaniak die Orgel meisterlich erklingen.

Vor den etwa halbstündigen Konzerten werden die Gästen viel Interessantes über die jeweilige Kirche erfahren. Und an jenem Sonntag gibt es nicht nur klassische Musik, sondern auch einen Ausflug nach Hakenberg. Ziel ist das Denkmal, das an die Schlacht bei Fehrbellin erinnert. Auch hier gibt es natürlich eine Führung. Vor der Kirche in Karwesee wird ein großes Kuchenbuffet aufgebaut.

Aus zehn Bewerbungen wurden die insgesamt nur sechs Kilometer voneinander entfernt liegenden Luchdörfer ausgewählt. Anfang Dezember hatten sich Vertreter der Brandenburgischen Sommerkonzerte gGmbH, des Veranstalters, durch die Kirchen führen lassen. Am Ende durften die drei Orte jubeln. Im vergangenen Jahr hatten Briesen, Dissen und Kolkwitz im Spreewald das große Los gezogen.

„Architektonische Kleinode“ müssten die Kirchen sein, benannte Sommerkonzerte-Geschäftsführer Arno Reckers eines der wichtigsten Kriterien neben der geringen Entfernung. Die Idee sei entstanden, als man vor der Frage stand, wie „diese wundervollen Dorfkirchen“ in die Reihe einbezogen werden könnte. Da erst bei etwa 400 Besuchern die Kosten für die Musiker gedeckt seien, aber die wenigsten Dorfkirchen solch eine große Zahl fassen könne, sei letztlich die Karussell-Idee geboren worden. Im ersten Jahr habe man noch mit vier Stationen und experimentiert, was sich aber als zu viel erwiesen habe

Dass die Wahl auf das Luch fiel, freute die Antragsteller ganz besonders. Der Kulturverein der Luchdörfer hatte die Bewerbung im vergangenen Jahr abgesandt und landete mit seinem ersten größeren Projekt gleich einen Volltreffer. Mit bis zu 400 Besuchern rechnen die Veranstalter.

Der Verein, dem derzeit acht Mitglieder angehören, übernimmt dabei die Organisation vor Ort und steht vor einer großen Herausforderung, wie Romy Rohling erklärte. Etwa 25 Helfer würden benötigt, dazu käme die Unterstützung der Mitglieder. Sie habe auch schon viele Zusagen erhalten.

Die Gegend sei kulturell ein weißer Fleck, sagte Rohling am Montagabend bei einem Vereinstreffen, das jenen Tag mit vorbereiten sollte. „Ich hoffe, dass es ein Startschuss wird, vielleicht in jedem Jahr eine kleine Konzertreihe zu veranstalten“, sagte sie. Zunächst aber stehen dem Verein fünf aufregende und schnell vergehende Monate bevor. Wer helfen will, kann sich bei Romy Rohling unter ✆ (01 73) 2 15 17 02 melden.

Die Karten für die drei Konzerte kosten einmalig 36 Euro, nach Informationen des Veranstalters startet der Vorverkauf morgen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter

http://www.brandenburgische-sommerkonzerte.de

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