„Das ist eine tolle Sache, eine Bereicherung für die Veltener Innenstadt. Das wird eine schöne neue Wegebeziehung.“ Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) nimmt einen der drei blitzblanken Spaten zur Hand. Aus dem seit vielen Jahren bestehenden, halb überwachsenen Trampelpfad zwischen Poststraße und Rosa-Luxemburg-Straße soll eine Verlängerung des Katersteigs werden, der bereits zwischen Viktoriastraße und Poststraße als Straße asphaltiert ist.

Für Fußgänger und Radfahrer

Der künftig 2,50 breite Gehweg, der auch für Radfahrer freigegeben wird, dient dann Fußgängern und Radfahrern, die in die Innenstadt wollen. Die jetzt nur noch rudimentär vorhandene Wegeführung ist historisch. Sie verläuft westlich des historischen Dorfangers im rückwärtigen Bereich der Grundstücke.

Das Terrain wird sondiert

Thomas Philipp und Andy Oderbach, Prokurist beziehungsweise Bauleiter der ausführenden Asphalt- und Betonstraßenbau Gesellschaft (AS+BE) aus Berlin, setzen am Dienstag gemeinsam mit Ines Hübner den ersten symbolischen Spatenstich. Ein paar Meter weiter weg sind Christian Paetzelt und André Werner, Mitarbeiter bei AS+BE, auf dem schmalen Gelände mit einem kleinen Bagger unterwegs, um das Terrain nach Kabeln und Rohren zu sondieren.

Nachbarn beobachten die Szenerie

Das Gerät macht bei den Suchschachtungen einstweilen noch nicht viel Lärm. Einige Nachbarn stehen auf ihren Balkonen und sehen dem Treiben zu. Wenn alle Leitungen in ihrer Lage gesichtet sind, rückt in den nächsten Tagen ein größerer Bagger an, und dann geht es an den richtigen Bodenaushub. Bei den Erdbauarbeiten wird es wohl etwas lauter zugehen. Dafür bittet die Stadtverwaltung die Anwohner um Verständnis.

Fördermittel fließen

470.000 Euro kostet die gut 300 Meter lange Strecke. Zu zwei Dritteln wird die Summe auf dem Bund-Länder-Fördertopf „Aktive Stadtzentren“ gefördert. Für die Planungen zeichnete das Büro Gunnar Lange Landschaftsarchitekten aus Bad Belzig verantwortlich Zum Weg gehören nicht nur Asphalt und Pflastersteine, sondern auch Bäume und Sträucher sowie Sitzgelegenheiten, Lichtstelen und die für Velten typischen orangefarbenen Leuchthocker. Sechs Stellplätze werden auf der Höhe der Rosa-Luxemburg-Straße neu geschaffen.
Projektleiterin ist Karin Hufnagl von der Stadtverwaltung. „Der Weg wird noch in diesem Jahr fertig“, lässt sie sich von der Baufirma zusagen. Sie packt die leicht angestaubten Spaten wieder ein. „Die kommen nun geputzt zurück in den Schrank“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.