Eltern von verstorbenen Kindern und Sternenkindern finden auf dem Veltener Friedhof jetzt einen würdigen Ort des Trostes und Abschiednehmens. Das teilt Nicole Glomb von der Öffentlichkeitsarbeit der Veltener Stadtverwaltung mit.
Friedhofsbesucher der vergangenen Woche haben die neue Stele vielleicht schon gesehen: Die Kindergedenkstele wurde auf dem neuen Friedhof im Bereich der bestehenden Kindergräber errichtet. Ein Weg aus dem Betonstein „Zehdenicker Altstadtpflaster“ führt zu der anderthalb Meter hohen Stele, die mit Staudenpflanzen umrandet ist. „Die ganz Zarten und Kleinsten unter uns, denen das Leben viel zu früh genommen wurde, haben jetzt eine Ruhestätte“, sagt Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner.
Die Stele ist aus einem hellen freundlichen Stein gefertigt und basiert auf den künstlerischen Werken des Steinbildhauers Jan Seifert aus Hohen Neuendorf, so Nicole Glomb weiter. Der Schriftzug „Fern bei den Sternen und doch so nah“ ist in die Stele geschliffen und wird von einer herausgearbeiteten Landschaft mit Sternen umgeben. Die natürliche Maserung des sächsischen Sandsteins harmoniert mit der Darstellung der Wolken am Horizont. Die Sterne stehen symbolisch für die Sternenkinder – jene Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind.
„Ich bin voller Stolz, und es rührt mich zugleich, dass so eine würdevolle und einzigartige Stele geschaffen wurde. Gleichwohl hoffe ich natürlich, dass dieser Trost spendende Ort von niemandem aufgesucht werden muss“, so Bürgermeisterin Hübner.
Der Antrag auf die Errichtung einer Kindergedenkstele stammte von der Fraktion Die Unabhängigen Ofenstädter und war im April 2019 von den Stadtverordneten einstimmig angenommen worden. Die Kosten betragen insgesamt 10.000 Euro.