Zu den Gegnern dieser Parklösung für Radler gehört Ursel Degner (Die Linke). Sie bezweifelt, "ob das Ding überhaupt nötig ist". Laut Stadtverwaltung seien im Durchschnitt 30 Prozent der vorhandenen Stellplätze rund um den Bahnhof frei. Damit dürfte es keine Schwierigkeit sein, die 122 Fahrräder, denen der automatisiert agierende Turm Platz bietet, anderweitig unterzubringen. Außerdem befürchtet sie zu Stoßzeiten am Morgen und späten Nachmittag ein Chaos im Bahnhofstunnel. Ein Großteil der Radler kommt aus Richtung Westen und müsste den Tunnel queren. Die Praxis zeigt: Das darin herrschende Fahrverbot wird schon jetzt von vielen nicht eingehalten.
Degner bezweifelt, dass die Technologie des Radturms, bei dem die Fahrräder über einen Fahrstuhl automatisch abgestellt werden, ausgereift ist. Bislang gibt es laut Information des Rathauses nur ein solches Bauwerk in Deutschland. Bei Ausfall der Technik soll es bis zu zwei Stunden dauern, ehe der Servicebetrieb erscheint. Statt "des absolut hässlichen Radturms" hält sie eine Lösung an der Westseite des Bahnhofs, die mehr Rädern Platz bieten sollte, für sinnvoller.